Als rätselhafte Kräfte ihm begegneten


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Roberts Schilderung beim Besuch von Keltengräbern

Es gab sie noch, und zwar zahlreicher als manche vermuteten, die Orte der Kelten. Und jedes Mal, wenn Robert sie besuchte, spürte er eine Verbundenheit, die ihm eindeutig signalisierte, daß er in einem seiner früheren Leben mit ihnen zusammengewesen sein mußte.

Im Westerwald gab es die Dornburg, die längst nur noch ein einziger Steinhaufen war, zerfallen, zerstört wurde. Am Südwesthang der Burg befand sich eine alte Gräberstätte, die kaum jemand kannte. Sie wurde auch in keiner Weise respektiert. Dies sah man überdeutlich daran, daß sie selbst die Oberkante eines der größten Basaltabbaugruben bildete. Somit wurde nach und nach diese alte Kultstätte unterhöhlt, bis sie aufgrund von Profitgedanken eines Tages zusammenbrechen würde.

Schon viele Menschen hatten versucht, diese Politik zu verhindern – ohne Erfolg. Robert faszinierte dieser Ort stets, und so gehörte er zu seinen Hundespaziergängen, als er dort noch in der Nähe lebte. Sein damaliger treuer Gefährte, ein Border-Collie namens Brian, begleitete ihn auch an einem wunderschönen, heißen Sommertag zur Dornburg. Unweit der Gräber gab es einen Weg, der schluchtartig aufgebaut war, d.h. rechts und links türmten sich überwachsene Steinhaufen und mittig konnte man laufen, wenn auch mit Mühe, da er weder eben noch überall frei zugänglich war, Sträucher und auch kleinere Bäume behinderten den Gang.

Aus diesem Grund zog er es vor, mit Brian oberhalb zu laufen. Und plötzlich waren da diese Momente, die er bis heute nie vergessen konnte. Sowohl Brians als auch seine Nackenhaare, aber ebenso alle auf den Gliedmaßen, standen senkrecht, ein Schauer nach dem anderen durchfuhr ihn. Brian selbst blieb wie angewurzelt stehen, spitzte seine Ohren, und sein Schwanz stand waagrecht in der Luft. Ein Zeichen auf Überwachsamkeit kurz vor einem Kampf. Robert selbst war wie gelähmt, wußte, daß eine enorme Kraft beide umgab, die er aber nicht einzuordnen vermochte. Es lag allerdings eine extreme Bedrohung in der Luft, wie er sie noch niemals in seinem Leben erfahren hatte.

Sein nächster Gedanke war: nichts wie weg. Anfangs konnte Robert nur mit äußerster Mühe sich fortbewegen, als ob diese Kraft ihn mit aller Gewalt zurückhalten wollte. Aber dies wiederum war Ansporn genug, sich ihr zu widersetzen. Etwas hilfreich war dabei Brians Zugzwang. Erst als er unterhalb der Donrburg sich wieder befand, atmete er erleichtert auf.

Natürlich standen etliche Mutmaßungen und Fragen im Raume. Hatte er die Ruhe der Toten gestört? Wollten sie ihn auf Mißstände aufmerksam machen? Dennoch suchte er die Dornburg danach hin und wieder auf, allerdings nie wieder diesen speziellen Weg.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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