Kosmetikbranche trickst einfach weiter


https://pixabay.com/de/photos/m%C3%BCll-plastikm%C3%BCll-abfall-2416602/

Bild von RitaE auf Pixabay

Greenpeace-Untersuchung entlarvt Mikroplastik in kosmetischen Produkten

Umweltschutz hat auch in Zeiten grüner Politik kaum ein besonderes Augenmerk, die Industrie darf fleißig weiterhin ungebremst sündigen, es werden sich schon genügend willige Politiker einfinden, die wegschauen, ignorieren oder eine lasche Gesetzgebung installieren. Lobbyisten unter sich handeln einem Ehrenkodex gleich, Hauptsache der Profit stimmt.

Greenpeace hat die skandalösen Machenschaften der Kosmetikbranche aufgedeckt und explizit benannt, die ungeschminkte Wahrheit rückt ins Rampenlicht einer kritischen Medienlandschaft, wenn auch dortigst nur wenige dies dokumentieren. Aber das ist ja allgemein bekannt, in einer Welt des Konsums und des Glamours passen halt keine kritischen Nachrichten.

Betrügerisches Verhalten seitens Kosmetikindustrie

Das mahnt Greenpeace in seinem Artikel an, vertieft die Umweltorganisation im Report „Zum Abschminken“ ziemlich anschaulich, wobei gleich vorneweg auch die Bundesregierung kritisiert wird, weil sie nur auf freiwillige Selbstverpflichtung der Firmen statt auf ein klares Verbot von Mikroplastik in Kosmetik setzt, in Österreich ebenso.

Die Problematik von Plastikmüll festzustellen, die Gefahren zu kennen, die uns Menschen und die Umwelt belasten, gefährden, scheint sich längst in sämtlichen Kreisen herumgesprochen zu haben, Konsequenzen wurden aber seitens verantwortlicher Politik schlichtweg verschlafen. Ein Riesenskandal! Allein schon, daß 90 Prozent der Augen-Make-up-Produkte Plastik enthalten, welches meist ahnungslose Verbraucher benutzen, spricht Bände. Zertifizierte Naturkosmetik beweist doch ziemlich deutlich, daß es sehr wohl anders funktionieren kann.

Verbraucher haben viel mehr Macht, als ihnen bisher bewußt zu sein scheint

Nützt allerdings auch nur, wenn sie denn tatsächlich begreifen, was da vor ihren Augen die Industrie ihnen antut. Greenpeace sowie andere Umweltorganisationen leisten seit Jahrzehnten eine kontinuierliche Aufklärungsarbeit, doch der Verbraucher selbst muß endlich wesentlich geschlossener reagieren. Sonst verharren solche kriminellen Firmen und eine Politik, die die Füße stillhalten.

Weg vom Plastikmüll, hin zum Verzicht, das mahnten auch wir vor gut vier Jahren an, wiesen auf Nadine Schuberts Buch „Besser leben ohne Plastik“ hin. Solche Initiativen gibt es folglich schon länger, sollen uns allesamt Mut machen, daß es auch anders geht. Es müßten wesentlich mehr Menschen dies beherzigen, dann besteht die Chance, daß sich etwas ändert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

Dieser Beitrag wurde unter Umwelt abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.