Nächtliche Besucher leiten des Menschen Reise ein – Teil 3


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Bild von ParallelVision auf Pixabay

Zurück zu den Sternen der alten Heimat entgegen

‚Die der Ablenkung dienten?‘, fragte sich Rita und wurde diesmal von Styllux aufgeklärt, wie simpel doch Homo sapiens gestrickt sei, bis auf wenige Ausnahmen, die nicht alles hinnehmen würden. Die reale Welt sei sowieso ein Abbild mit etlichen Projektionen, wobei parallel die Realität es um ein Vielfaches schwerer habe, sich ins Bewußtsein wacher Geister zu manifestieren, die ohnehin fast alles in Frage stellten. Kurzum, das Leben folgte keinem geradlinigen Weg.

Das Dahingleiten des UFOs entsprach zunächst dem Gefühl einer schnellen Eisenbahnfahrt, bloß daß keinerlei Schwankungen im Bodenbereich logischerweise wahrzunehmen waren, zunächst die in sehr weiter Ferne sichtbaren Sterne fast schon starr an ihren Punkten verharrten. Im nächsten Moment änderte sich aber der beschauliche Flug, als sie einen Meteoritenschwarm durchkreuzten. Jedesmal wenn einer jener Sternenbrocken dem Flugobjekt zu nahe auf die Pelle rückte, verglühte ein unsichtbares, extrem starkes Energiefeld ihn kurzerhand. Die beiden erinnerten sich an die „billigen“ Starwarsfilme, wo noch per Laser geschossen wurde. Das mußte hier nicht eingesetzt werden.

Doch was anschließend geschah, damit hatten sie so gar nicht gerechnet, zumal die beiden Rostrythaner sie vorher keineswegs in Kenntnis setzten. Eine ungeheuerliche Schubkraft ging durch sämtliche Materie innerhalb des UFOs, durchströmte ebenso ihre Zellen, beim Hinaus-schauen entfernten sich Sterne und Galaxien gespenstisch schnell.

„Wie schnell fliegen wir eigentlich?“, fragte Rita die beiden.

„In den Zahlen ausgedrückt, die ihr kennt, dürfte es sich um cirka 15-fache  Lichtgeschwindigkeit handeln“, beantwortete Scophia ihre Frage und grinste ob der erstaunten Gesichter, „das benötigen wir aber auch angesichts der weiten Entfernung, die noch vor uns  liegt.

Geosin grübelte vor sich hin, schien nicht mehr sonderlich das Geschehen um sich herum wahrzunehmen. Irgendwie wurde ihm erst jetzt so richtig bewußt, daß sie auf dem Weg zurück zu den Sternen, der alten Heimat entgegen sich befanden. Eine gewisse Traurigkeit durchfuhr seinen kleinen Körper, wissend, daß sie vielleicht nie wieder die Erde sehen würden. Zugleich folgte aber auch eine Anspannung, die in ihm neugierige Erwartungen hervorrief.

Viele Fragen lagen ihm auf der Zunge, wie wohl dort die Landschaft aussehen würde, ob dicht besiedelt, so etwas wie eine Tier- und Pflanzenwelt vorhanden. Welche Bauten zum Leben den Bewohnern dienten, ob es Wasser gäbe und auch Wettergeschehen die Atmosphäre heim-suchte.

Was die beiden nicht wußten, keinerlei Anzeichen zu erkennen waren, Styllux und Scophia ihnen somit nicht ausdrücklich mitgeteilt hatten, etliche andere Raumfahrzeuge begleiteten sie auf der Reise durchs All, zig Tausende Menschen hatten sich ihnen angeschlossen, gänzlich vertrauensvoll, frohen Herzens.

Lotar Martin Kamm

Nächtliche Besucher leiten des Menschen Reise ein – Teil 1

Nächtliche Besucher leiten des Menschen Reise ein – Teil 2

Erschienen im Buch „Hrabans geheimnisvolle Reise zum Kontinent des Lächelns“ (BoD)

Kategorie: Kurzgeschichten

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