Corona-Pandemie hat längst etliche Grenzen überschritten


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Bild von Wilfried Pohnke auf Pixabay

Nach anfänglicher Besonnenheit ein Desaster ohnegleichen

Je länger diese Pandemie uns alle fordert, desto ungeduldiger werden die Menschen, alldieweil eine ziemlich dramatische Entwicklung, ganz besonders jenen Corona-Leugnern genügend handfeste Untaten zuspielt, die diese wiederum für ihre Zwecke mißbrauchen können. Das hilft einer Zersetzung des Staates, ruft Widerstände hervor, mitnichten unserer Gesundheit, die gefährdeter denn je uns belasten wird.

Wenn ein Sascho Lobo in dessen Kolumne von Groll-Bürgern schwafelt, dann mag man das noch als chic titulieren, weil er sich aufs Niveau jener Hate-Speech-Gesellen einläßt. Im Grunde genommen bestätigt er deren Machwerk, der Sache selbst dient es keineswegs. Kritik sollte stets konstruktiv auftreten, will sie etwas wirklich bewirken.

Kritik an Corona-Politik hat oftmals leider Recht

In diesem Fall von Wirtschaftsfachleuten, die vor kurzem noch skeptisch hinterfragt wurden, warum sie so forsch ein Ende des Lockdowns fordern, um nur mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Dennoch kündigen Ökonomen Regierung die Treue. Genau das war schon lange vorhersehbar, überfällig angesichts etlicher Patzer, die sich auch die deutsche Politik seit Herbst letzten Jahres geleistet hat.

Natürlich ist das Versagen der viel zu langsamen Impfkampagne der Hauptanklagepunkt. Erst recht, wenn man bedenkt, wie konstant die täglichen Todeszahlen hierzulande anhalten, inzwischen muß man schon an die sechsstellige Marke denken, wo doch im Herbst Deutschland gerade mal mit 10.000 Todespopfern im Vergleich zu anderen Ländern noch gut dastand.

Das Geschachere um Prämien und Gewinnmarchen ist schlichtweg ethisch und moralisch ein Skandal sondergleichen, genauso wie die lächerlich geringe Zahl von täglichen Impfungen hierzulande. Das kostet Menschenleben, ist durch gar nichts zu rechtfertigen!

Karl Lauterbachs Warnung wird nicht ernst genug genommen

Wen wundert’s dabei noch?! Mediengerangel hat seinen nicht unwesentlichen Anteil daran, denken wir an die Endlos-Talkshows zum alltäglichen Showdown beim „smarten Markus“. Mal Hand aufs Herz, das ist, mit Verlaub, kaum noch erträglich. Am Besten wegzappen, ignorieren.

Völlig zu Recht sieht Karl Lauterbach Deutschland wegen Corona-Mutanten „am Beginn der dritten Welle“. Das hat nichts mit Panikmache zu tun, sondern mit einer realistischen Einschätzung aus dem Munde eines Experten, der es wissen muß.

Während fleißig Kita- und Schulöffnungen noch vor Ostern stattfinden, mußten ziemlich schnell manche sofort geschlossen werden mit folgenschweren Ansteckungen und Quarantäne-Maßnahmen. Die Politik hat sich ins Bockshorn jagen lassen für all jene, die möglichst schnell wieder Gewinne auf ihrem Wunschzettel haben. Doch das Virus breitet sich einfach weiter aus, die Opferzahl könnte noch erheblich dramatischer uns alle eines Besseren belehren. Hätte Politik doch wesentlich effektiver gehandelt, so wird dann das Fazit lauten. Den Todesopfern und gesundheitlich Belasteten nützt das reichlich wenig.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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