Trumpomanie bis zum Erbrechen


Rassisten und Nationalisten mit offenem Visier

Wann dürfte der Spuk endlich vorbei sein, ein Ende finden? Wohl kaum, wer gen USA und zu den Medien blickt. Zwar hat ein Joe Biden unmißverständlich die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen, doch The Donald schwafelt weiterhin von der betrogenen Wahl, und dessen Anhänger applaudieren ihm, obwohl nicht der geringste Beweis vorliegt. Im Zeitalter von Fakenews spielt das keine Rolle.

Gut gebrülllt, Löwe, möchte man ihm und dessen Fans entgegenschmettern, außer ewiglicher Wiederholung seiner dürftigen Sätzchen und Lügen fällt ihm nichts Besseres ein. Das scheint durchaus auszureichen im Land der Storyteller und unbegrenzten Möglichkeiten. T-Online sieht in ihm die Comback-Show, er habe eine neue Masche. Was soll denn daran so neu sein? Er bedient die altbekannten Muster, nichts anderes fiel ihm in seiner vierjährigen Amtszeit ein.

Hauptsache seinen Rassismus mit all den brutalen, menschenunwürdigen Folgen ausleben, Herrenrassengehabe par excellence! Genau dies zollen ihm seine Anhänger, gestern der Sturm aufs Kapitol und morgen? Die Übernahme einer Demokratie, die man am Liebsten direkt abschaffen würde, um in den USA eine Alleinherrschaft zu verkünden? Zurück zum Nationalismus, wie man ihn weltweit verstärkt erneut beoachten kann? Es schaut sehr danach aus.

Die Welt wäre ziemlich gut beraten, solche Auswüchse mit Nachdruck zu verhindern, eine globale Zusammenarbeit kann nur dringender denn je angestrebt werden. Zumal genügend Herausforderungen anstehen, denken wir an die Klimakrise, an die Corona-Pandemie, Hungersnöte und zunehmender Terrorgewalt. All das interessiert einen Donald Trump mitnichten. Der spielt lieber Golf, trifft sich mit Despoten und schert sich einen Dreck um politische Korrektheit. Er lebt lieber seinen ungehobelten Stil, narzißtisch, cholerisch und frauenverachtend.

Trump im Scheinwerferlicht zeigt den Bösewicht, in dieser Rolle glänzt er weiterhin unerschrocken. Doch wir sollten tunlichst wachsam aufpassen, ihm nicht zuviel Aufmerksamkeit zu schenken. Die Zeit der Meldungen über dessen Entgleisungen ist vorbei, weil er eben nicht zum zweiten Mal als US-Präsident antreten durfte. Genau das ist die Botschaft der Wahl, die Joe Biden den Raum gibt, den er benötigt.

Gleichzeitig gibt es ohnehin genügend Herausforderungen, einer wachsenden Bereitschaft zum rechtsradikalen Gedankengut entgegenzutreten. Die Geschichte mit ihrem Leid darf sich keinesfalls wiederholen! Nie wieder Faschismus, mitnichten nur eine Parole, sondern ein Versprechen für Humanismus, Gerechtigkeit und Nächstenliebe. Verpassen wir alle, diesen in Schranken zu weisen, steht uns eine schreckliche Zeit bevor.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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