Eine Welt ohne Corona undenkbar?


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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Was wäre, wenn…

Stellen Sie sich doch mal für einige Momente vor, vielleicht zumindest während des Lesens im Hier und Jetzt, Dezember 2019, im Herzen Chinas, in Wuhan gibt es kein Corona-Virus, keine Fledermäuse oder irgendwelche Labore, wo herumexperimentiert wird, ob mit oder ohne Verschwörung jenes klitzekleine Virus in die Welt entfleucht, um all den Schrecken zu verbreiten, welcher dann geschehen sollte.

Ein unglaublich dramatisches Ereignis, in Vergessenheit geraten, zumal vor rund einhundert Jahren nahezu unbemerkt den Globus in Atem hielt per Spanischer Grippe, mit dem großen Unterschied, daß die Nachrichtenwelt keinesfalls ansatzweise mit der heutigen vergleichbar wäre. Wohl der Hauptgrund, warum kein Aufschrei stattfand. Dabei nicht zu vergessen, daß just der Erste Weltkrieg noch nachklang, genügend Todesangst und Panik verbreitet hatte.

In anderen Worten, die Menschheit hatte keine Zeit, sich mit Statistiken, Eilmeldungen, TV-Geflimmer auseinanderzusetzen, geschweige denn die Schnelligkeit heutiger Technik an der Hand, um sorgenvoll möglichst viele Betroffene zu informieren. Unwissenheit eventuell eine Chance oder etwa doch das ahnungslose Ausgesetztsein jener Pandemie gegenüber? Was wiegt schwerer, dem Tod wissentlich gegenüberzustehen oder ihm unvorbereitet zu begegnen?

Ersteres findet jetzt statt. Die Menschheit befindet sich in Schockstarre wie das Kaninchen vor der Schlange. Eine falsche Bewegung und sie beißt unweigerlich zu, kaum ein Entkommen möglich. Doch was wäre, wenn eben Corona nicht sich ausgebreitet hätte? So wie die Schweinepest, die einfach im Sande verebbte, Mensch weiterhin seinen Weg der Ausbeutung gedankenlos fortsetzen konnte, Umweltverbrechen sowie Artensterben, klimaschädlich alles zerstörend, was der Natur eher schadet, Mutter Erde mit Füßen tretend?

Das Wirtschaftswachstum hätte global zugenommen, die Börsen sich überschlagen, ein paar mehr Kriegsszenarien wären drin gewesen, entsprechend noch mehr Flüchtlinge, im Sommer 2020 wesentlich mehr Smog in den Großstädten, die Frage der Chemtrails wäre wieder aufgeflammt angesichts der vielen Kondensstreifen in den Stoßzeiten des Flugverkehrs, richtige Demos hätte es gegeben, keine Quertreiber, Polizeieinsätze mit Wasserwerfern, Konzerte wie in Wackersdorf, Kultur überall mit viel Menschenauflauf.

Das alles und noch viel mehr setzt seit über einem Jahr aus, Depressionen nehmen zu, vor allem Kulturschaffende leiden, während Politik weise mit dem Kopfe nickt oder ihn schüttelt, ob mit oder ohne Konzepte, die Pandemie stellt uns allesamt vor Herausforderungen, die schier unlösbar erscheinen und sind, die Zahl der Corona-Toten sprechen ihre bestechend scharfe Sprache, führen uns vor Augen, was Sache ist. Waren es hierzulande noch im November keine 10.000 Todesopfer, hat sich die Zahl seitdem versiebenfacht! Zack, das sitzt, sollte uns alle warnen. Kein Ende in Sicht, selbst wenn Hoffnungsschimmer aufglimmen, die Seuche wäre eventuell nach diesem Sommer oder Herbst am Abebben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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3 Antworten zu Eine Welt ohne Corona undenkbar?

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Es gab, gibt und wird immer einen Virus geben, nur eben nicht aktiv. Wenn die Gesundheitssysteme dieser Welt wieder aufgerüstet wurden, wird die Aktivität einfach wieder egal sein. Es braucht nur keine Regierung, die ihre Ahnungslosigkeit hinter Panikmache verbergen muss!

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  2. Am Beginn der Pandemie saß ich mal in einem Biergarten, trank ein Weizenbier und schaute den Park hoch auf die Magnolie, die noch nicht in Blüte stand und überlegte, ob der ganze Spuk vielleicht vorüber ist, bis die Magnolie blüht.
    Das ist jetzt ein Jahr her, sie treibt wieder dicke Knospen, und Corona wird nicht vorbei sein.
    Es ist ein Elend.

    Gefällt 1 Person

    • Ronald Schubert schreibt:

      Als die Seuche sich zum ersten Mal zeigt, wäre es zumindest die Plicht bezahlter Gesundheitspolitiker gewesen, sich darum zu kümmern. Ob wir normalen Menschen das registrieren, ist eine ganz andere Sache, denn wir hätten ja nichts dagegen unternehmen können.

      Gefällt 1 Person

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