Klimawandel fordert kreative Proteste heraus


Extinction Rebellion tauscht Wahlplakate aus

Wenn die Politik außer jede Menge Lippenbekenntnissen versagt, bleibt der Klimaprotestbewegung nichts anderes übrig, als ideenreich auf das Übel hinzuweisen, damit möglichst viele Menschen dies bemerken. In Landtagswahlzeiten mag durchaus genügend Raum vorhanden sein, diesen zu füllen. Gesagt, getan. Klimaaktivisten fälschen CDU-Wahlplakate mit diffamierenden Sprüchen, wie die Welt bemerkt, sie haben im ganzen Land gefälschte CDU-Wahlplakate aufgehängt.

Höchste Zeit für solche Maßnahmen, möchte man bestätigend einwenden. Während etliche Proteste manchmal gar nicht friedlich verlaufen, was ohne weiteres nachvollziehbar ist, wenn man bedenkt, wie die Ordnungsmacht harsch gegen Protestierende teilweise vorgeht, hat sich die Bewegung von Extinction Rebellion mal wieder etwas Kreatives einfallen lassen.

Simon Meiers Statement folgerichtig

Dem Pressesprecher der Protestbewegung möchte man gern zustimmen, in der Tat widersprechen vollmundige Erklärungen zur Klimakrisenbewältigung seitens verantwortlicher Politik, hierzulande besonders durch die CDU, den eigentlichen Taten. Ein Verschleppen dringend notwendiger Sofortmaßnahmen lassen den Protestierenden keine andere Wahl.

Zivilen Ungehorsam durften wir bereits im Herbst 2019 in Berlin erleben, Extinction Rebellion störte dort den Verkehr, auch wenn die Graswurzelbewegung dadurch mittels friedlichen Protesten Gesetzesbrüche begann. Unterstützung erfolgte damals durch die Seenotretterin Carola Rackete.

Die Grünen riskieren Vertrauensverluste

Das sollte die Ökopartei dabei bedenken. Wer im Ländle mit der CDU koaliert, müßte die eigene Politik entsprechend ernsthafter durchsetzen. Zu viele Kompromisse in der Klimapolitik rufen Skepsis hervor, kein Wunder, daß die Klimaliste die Grünen herausfordert.

Während FFF inzwischen nicht mehr wegzudenken ist, selbst in Corona-Zeiten, sollte die Politik sich mal besser auf breitgefächerte neue Protestformen einstellen. XR, eine Klimaliste und wohl etliche andere Bewegungen weisen auf jene Entwicklung hin. Die Grünen darf man insofern nahezu als „out“ bezeichnen, zu bequem, vielleicht schon bald auf Bundesebene in Regierungsverantwortung. Doch wie schnell dann eigene Ziele vernachläßigt werden, durften wir bereits unter Rot-Grün von 1998 bis 2005 erleben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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