UFO-Begegnung mit Katzenjammer (Teil I)


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Conny traut ihren Augen nicht

In regelmäßigen Abständen wiederholte sich dieses seltsame Geräusch, welches Conny zunächst nicht einordnen konnte. Dennoch beunruhigte sie die Vorstellung, es könne vielleicht wichtig sein, die Ursache rechtzeitig gefunden zu haben, so daß sie plötzlich hellwach senkrecht im Bett sich aufrichtete. Mit einem kurzen Blick aufs Ziffernblatt ihres Weckers sah die 29-Jährige, daß es gerade mal 2:30 Uhr war.

Oder spielte in der Aufwachphase ein vorhergegangener Traum ihr einen üblen Streich, grübelte Conny, verwarf aber im nächsten Moment ihr Zögern, da sich wesentlich lauter das Geräusch wiederholte. Ohne zu zögern, sprang sie auf, durchquerte rasch das Schlafzimmer, stieß die ständig klemmende Tür auf, schaltete erst jetzt das Licht im Flur an und sah den Grund all der kurzen nächtlichen Aufregung: Felix hatte mal wieder gemeint, er müsse den Schuhschrank öffnen und ihre stattliche Kollektion näher begutachten.

Vielleicht werden Sie sich jetzt fragen, wer denn Felix sei, ob dahinter ein Hund oder eine Katze sich verberge. Zweiteres war der Fall, aber dieser stattliche Kater machte der Biologin das Leben in letzter Zeit ein wenig schwerer als sonst, obwohl nichts Ungewöhnliches man dabei vermuten sollte, wenn das geliebte Haustier des nachts äußerst aktiv die Wohnung erforschte, schließlich entsprach dies genau der Natur dieser Spezies.

Aber einfach so aus heiterem Himmel, obwohl der schwarz-weiße Dreijährige ansonsten stets brav auf seinem Kissen neben ihrem Bett gelegen hatte? Irgendwie wollte Conny den neulichen Sinneswandel nicht wahrhaben, ärgerte sich ebenso darüber, ihres Schlafes beraubt worden zu sein, zumal morgen besonders viel beruflich von ihr erwartet wurde.

Viel länger verblieb ihr mitnichten, darüber länger zu grübeln, da im nächsten Augenblick eine gänzlich andere Situation eintrat. Ein unvorstellbar grelles Licht erhellte nicht nur ihr Schlafzimmer, wie sie im Flur stehend bemerkte, sondern obendrein erwärmten die Strahlen die gesamte Wohnung. Gleichzeitig sah Conny im Nähertreten, daß das Schlafzimmerfenster geöffnet wurde. Felix selbst hatte ängstlich zwischen ihren Beinen Schutz gesucht, schaute sie von unten ganz kläglich am Leib zitternd an.

Doch als die Biologin die Erscheinung endlich sehen konnte, die aus dem überhellen Licht langsam auf sie zukam, wußte sie sofort, daß sämtliche Meldungen und Bilder über Beschreibungen von Außerirdischen alles andere als eine Mär waren. Sie stimmten ziemlich überein, weil das Wesen genau so ausschauend ihr gegenüberstand. Irgendwie wurde ihr auf einmal schummrig, sie vermochte gerade noch, rechtzeitig sich aufs Bett zu setzen. Anschließend verfiel sie in eine Art Trance, nicht wissend, ob alles Folgende der Realität entsprach, dennoch begleitet mit einer äußerst angenehmen Gewißheit von Selbstvertrauen. Eine Stimme in ihrem Kopf versuchte sie erfolgreich zu beruhigen.

„Conny Kleist, wir haben nicht zufällig Sie hier heute Nacht aufgesucht. Dürfen wir uns kurz vorstellen? Wir kommen von sehr weit her, bei Euch heißt das Sternensystem Sirius, um Euren Planeten mal wieder zu besuchen wie schon teilweise zuvor. Unsere Mission hat gleich mehrere, schwierige Aufgaben zu erfüllen. Zunächst suchen wir gezielt bestimmte Menschen auf, um sie darauf vorzubereiten. Zu diesem Kreis gehören auch Sie. Keine Sorge, wir hegen keinerlei aggressive oder kriegerische Absichten, weil dies viele Eurer Spezies meinen. Ganz im Gegenteil, wir sind friedliebende Wesen.“ Conny fühlte sich aufgehoben, während auch Felix inzwischen neben ihr liegend vor sich hindämmerte.

Fortsetzung folgt.

Lotar Martin Kamm

Erschienen im Buch „Hrabans geheimnisvolle Reise zum Kontinent des Lächelns“ (BoD)

Kategorie: Kurzgeschichten

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