Joe Bidens USA längst nicht angekommen


Der Lange Weg zurück zur Normalität birgt etliche Risiken

Wobei einem Donald Trump die Hauptschuld angelastet werden muß, schließlich sorgte er in seiner Rede am 06. Januar dafür, den Sturm aufs Kapitol zu initiieren. Republikaner folgen den Instinkten der Angst, um das Impeachment-Verfahren zugunsten des Ex-Präsidenten auszulegen. Von Überraschung kann dabei keine Rede sein, vielmehr bestätigt dies die Stimmung im Land.

Es wird noch eine Weile dauern, wir müssen uns in Geduld fassen, bevor die ersten hundert Tage des 46. Präsidenten verstrichen sind. Doch nach einem Monat Regierungszeit zeigt sich überdeutlich, welche Ambitionen Joe Biden beflügeln. Er hat bereits die ersten Schritte veranlaßt, die in den Tagen vor seinem Amtsantritt angekündigt worden waren. Das Zurück zum Pariser Abkommen, der Wiederbeitritt in die WHO, diplomatische Anstrengungen gen Iran, das Atomabkommen wieder zu beleben.

Der Platz zur Weltpolizei äußert fragwürdig

Den hat ein Donald Trump ohnehin ins Lächerliche gezogen, denken wir an die kumpelhafte Annäherung an Nordkoreas Machthaber King Jong-un, ein Fauxpas sondergleichen, der obendrein die naive Hilflosigkeit entlarvte, dem Amt des Präsidenten Ernsthaftigkeit zu verleihen. Spitze Zungen könnten nicht abgeneigt sein, zu behaupten, genau das sei die Absicht des Kremls gewesen, den US-Wahlkampf im Sinne von jenem Trump zu unterstützen.

Die Botschaft des neugewählten Präsidenten lautet unmißverständlich, Biden will Putin nicht zu G7-Treffen einladen, was unbedingt absehbar war. Gewisse Unkenrufe tönen bereits, der neue Kalte Krieg stünde bevor. Daran war ein Trump erst recht beteiligt, um dies mal vorauszuschicken, schließlich hat er doch das Atomabkommen sowohl mit dem Iran beendet als auch das New-Start-Abkommen mit Russland nicht verlängern wollen. Inzwischen belehrten Biden und Putin die Welt zunächst eines Besseren, die Verlängerung des Vertrags wird besiegelt.

Klägliche Versuche der Trumps, Biden den Rang ablaufen zu wollen

Können naürlich nur scheitern, zumindest macht dies bereits den Unterschied aus beim Vergleich der beiden First Ladies. Der Ärger mit Nachfolgerin Jill Biden sorgt längst für Schlagzeilen, deren Beliebtheitswerte belasten ganz offensichtlich Melania Trump, die darüber toben soll.

Die Zukunft der konservativen Bewegung steht auf abendlicher Tagesordnung am kommenden Wochenende in Florida, Trump möchte mit Rede politische Richtung vorgeben. Klingt wichtigtuerisch, täuscht aber keineswegs hinweg, daß das Verhalten seiner Anhänger einem Nazistil gleicht, Rechtsextremismus erhält erneut Aufwind. Wie gut, daß im Weißen Haus ein anderer Wind weht, selbst wenn die USA den Posten der Weltpolizei verlassen haben, rechnen muß man mit ihnen allemal, schließlich sind sie mit Abstand die größte Militärmacht auf Erden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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2 Antworten zu Joe Bidens USA längst nicht angekommen

  1. Ich weiß, es ist ein dummer Gedanke – aus den Augen aus dem Sinn ist kein sehr kluger Weg – aber ich will an Trump gar nicht mehr denken. Und der neuen Regierung Zeit lassen. Und meinen Blick aufs Diesseitige des Atlantik legen.
    Die Welt wird kleiner.
    Irgendwie auch blöd.

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    • hraban57 schreibt:

      Es gibt keine dummen Gedanken, es sind deine Gedanken, die ich durchaus nachvollziehen kann. Hier im Blog wurden sehr viele Beiträge über diesen Trump veröffentlicht, das wirklich Gefährliche ist die große Anhängerschar, all die Wähler, die ihn zum zweiten Mal als Präsidenten wollten, so daß es mit Ignoranz nicht getan sein kann. Klar doch, Biden soll seine Zeit haben, und in der Tat haben wir hier genug Probleme.

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