Impeachment-Verfahren: Republikaner folgen den Instinkten der Angst


Trump offenbart der Welt, wie die Mafia agiert

Vollkommen ungeniert, seinem vierjährigen zurückliegenden Regierungsstil folgend, von Gewissensbissen ohnehin keine Spur, ganz im Gegenteil, siegesgewiß, daß ihm sowieso die Wahl geklaut wurde. Coppolas Pate hätte es keineswegs besser gemacht, wer aus solchem Holz geschnitzt, kann gar nicht anders, als per Einschüchterung sämtliche Gegner zurechtweisen. Dem mißglückten Sturm aufs Kapitol folgt der Triumph des Wahnsinns, die Impeachment-Entscheidung spricht Bände.

Dabei war diese unbedingt voraussehbar, schließlich duckten sich etliche Republikaner ohnehin stets weg, wenn The Donald in harschen Worten sie zurechtstutzte, per Drohgebärden Zweifler daran erinnerte, welche Konsequenzen sie zu erwarten hätten. Angst ist ein guter Ratgeber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, erst recht nach jenem historischen Verlauf, wie alle Welt wissen sollte, wer nicht allzu blauäugig wegschaut.

Jede Satire steht Schmiere

Ob man nicht doch dabei etwas Wichtiges verliere. Während die Demokraten noch genügend Rückgrat beweisen, diesem ehemaligen Präsident Paroli zu bieten, zeigt Trump im Scheinwerferlicht den Bösewicht, wohl ganz auf seine Rolle erpicht, weil nach wie vor ihm kaum jemand widerspricht.

Doch lassen wir diesen Reim mal besser sein. Die moralisch-politische Verkommenheit hat letztendlich obsiegt, wie Roland Nelles zu Recht in seinem Kommentar betont. Ob das Comeback des Ex-Präsidenten bereits in drei Jahren automatisch deshalb besiegelt sein wird, bleibt mal dahingestellt. Allemal scheinen noch genügend Trump-Wähler ihn zu hofieren, erst recht mit dieser äußerst fragwürdigen Entscheidung. Das beflügelt deren Sachverstand, den sie sich einreden.

Joe Bidens Gegner lauern schon

Schließlich hat die US-amerikanische Gesetzgebung mit dieser Entscheidung diesem mafiösen Ex-Präsidenten obendrein Recht gegeben. Das entspricht einem Freifahrtschein für zukünftige Vorhaben, läßt Rassismus und Rechtsextremismus in den USA weiterhin gefährlich aufleben, von Entspannung mittels Joe Bidens euphorischen Vorhaben kann kaum die Rede sein. Sie wird explizit von außen befeuert.

Natürlich war zunächst vorsichtiger Optimismus das Credo nach gewonnener Wahl, ließ sich das Biden-Team keinesfalls verunsichern. Doch die rauhe Wirklichkeit mit dieser Trumpomanie läßt ziemlich tief blicken, wohin das US-amerikanische Regierungsschiff steuert. Es befindet sich mitten auf stürmischer See, bedarf eines souveränen Kapitäns. Mit Joe Biden haben die USA dennoch eine Chance, auch wenn er eine ziemlich verläßliche Mannschaft braucht. Gönnen wir es ihm und sorgen dafür, daß die Bösartigkeit jenes Donald Trump stets sofort beim Namen genannt wird, sobald sie aufflackert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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