Konzerne wie Rewe handeln nach Gutsherrenart


Hauptsache Arbeit, was interessiert die Geburt eines Kindes

Wer als aufmerksam beobachtender Kunde beim Einkaufen deshalb genauer hinschaut, wird durchaus fündig, was dabei so im Argen liegt. Vor einigen Tagen waren exakt jene Mißstände Gesprächsstoff am Frühstückstisch, die Rewe-Filiale präsentiert sich in letzter Zeit per zurückhaltendem Betriebsklima vor Ort, manche Mitarbeiter verloren ihr Lächeln, was sicherlich nicht unbedingt gleich mit der Corona-Pandemie zusammenhängen muß.

Der jüngste Vorfall, der hier bei T-Online thematisiert wurde, Rewe-Kassierer nach Geburt seines Kindes gekündigt, bestätigt die kaltschnäuzigen Hirnwindungen der Lebensmittelkette. Obwohl der Mitarbeiter sich akkurat verhalten hatte, wurde ihm einfach gekündigt. Eine gen Himmel schreiende Ungerechtigkeit!

Niedriglohn- und Hartz-IV-Politik heizen Gehässigkeit an

Nicht zufällig begannen sich Arbeitnehmer zu wehren, Gewerkschaften wurden ins Leben gerufen, weil die Macht der Arbeitgeber überhandnahm, auch wenn in manchen Ländern wie z.B. in den USA sie ab adsurdum geführt wurden, ganz entscheidend der harte Kurs einer Margret Thatcher der Welt vor Augen führte, wohin die Reise ging. Ausreichend geschützt und mit etlichen Instrumentarien bestückt, hofiert Politik die Wirtschaft und das Finanzwesen, der kleine Mann hat sich wegzuducken, darf dankbar sein, überhaupt zu arbeiten.

In Deutschland haben die Sozen uns mit Schröder und seiner Agenda 2010 verraten, Sozialabbau und Einschränkungen, von wegen wir sollten doch alle den Gürtel wieder enger schnallen, das vorherige Geflüster des Dicken zeigte auch bei ihnen Wirkung, schwingt bis heute in den Chefetagen der Arbeitgeber.

Gute Beispiele für besseres Arbeitsklima vorhanden

Das Ganze wäre durchaus vermeidbar gewesen, der Vater hatte sich korrekt verhalten in Absprache mit seinen Vorgesetzten, die Firmenleitung ließ einfach ihre inhumanen Muskeln spielen, Bestand auf ihr Recht. Daß ein Arbeitsklima auch faire Formen vorweisen kann, sieht man beim Drogeriemarkt dm. Die Mitarbeiter begegnen Kunden von vornherein freundlicher.

Die Bezahlung ist ohnehin korrekt und motiviert entsprechend. Solange aber Arbeitgeber wie bei Rewe nach Gutsherrenart agieren, eine Politik dies obendrein mit arbeitnehmerfeindlichen Gesetzen unterstützt, leidet das Arbeitsklima bis hin zum Kunden, der dies ebenso zu spüren bekommt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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