Ein bisschen Corona-Leugner einbuchten muss sein


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Wenn Meinungsfreiheit das Leben der Gesellschaft gefährdet

Die Tagesspiegel berichtete neulich Corona-Skeptiker skandieren in Berliner Supermarkt „ein bisschen SARS muss sein, wobei sofort die Frage im Raum steht, wann denn jenes „bisschen“ seine Grenze überschreitet? In den letzten 24 Stunden verstarben hierzulande 962 Menschen an den Folgen des Corona-Virus, dennoch dürfen jene Corona-Leugner unbehelligt durchs Land ziehen und dermaßen kaltschnäuzig sich über das Leid von Menschen lustig machen. Ohne Konsequenzen. Politik und Justiz versagen dabei auf ganzer Linie!

Es ist eine Errungenschaft der Demokratie, unserer Gesellschaft, daß die Meinungsfreiheit einen hohen Stellenwert im Zusammenleben zuläßt, garantiert und gesetzlich verankert schützt. Die Grenze des Erträglichen wird allerdings vehement überschritten, wenn jene angeblichen Querdenker und Corona-Skeptiker für sich in Anspruch nehmen, „ein bisschen SARS muss sein“ gezielt in Geschäften zu plärren, um ohne Mund-Nasenschutz-Maske die anderen Kunden zu gefährden. Das stellt den Straftatbestand gefährlicher Körperverletzung dar bis hin zu Mordabsichten und sollte dementsprechend geahndet werden. Verpaßt das die Polizei und Justiz, haben sie ihren Job verfehlt!

„Captain Future“ – ein psychopathischer Narzißt

Jener alias Michael B. kann ja Party machen, für sich, innerhalb seiner eigenen geschlossenen Räume. In dem Augenblick, wo er sich mit anderen verbündet, um dermaßen kriminell nach außen zu gehen, andere zu gefährden, sollte er daran gehindert werden. Schlimm genug, daß sich andere psychopathische Narzißten öffentlich noch tummeln dürfen, denkt man an The Donald in den USA.

Angesichts jener Pandamie muß Politik härter durchgreifen. Verpaßt sie das, fühlen sich jene Leugner erst recht aufgefordert, ihr kriminelles Verhalten fortzusetzen. Man stelle sich für Momente vor, es wären „linke Spinner“, die dermaßen offen Covid-19 ignorieren. Da würde die volle Wucht der Ordnungsmacht intervenieren. Bei Nazisympathiesanten drückt sie weiterhin ein Auge zu. Das läßt sehr tief blicken!

Gezielte Absicht oder Blauäugigkeit?

Letzteres kann man sich schwerlich vorstellen angesichts der unverkennbaren Indizien und Ereignisse. Insofern muß man der verantwortlichen Politik unterstellen, daß sie im vollen Bewußtsein ihrer geistigen Fähigkeiten solche Meinungsfreiheiten wie die der Corona-Leugner weiterhin zuläßt, ohne diese zu stoppen, die Gefährdung der Bevölkerung hinnehmend.

Das ist ein Widerspruch, dessen Tragweite gen Himmel stinkt. Es läßt sich in keiner Weise rechtfertigen, sondern kann nur noch verwundern angesichts der Tatsache, daß das Virus uns alle bedroht, die Infiziertenzahl täglich zunimmt, die Zahl der Toten sich seit dem Spätsommer bis jetzt fast verdreifacht hat hierzulande. Und dann dürfen jene „Captain Futures“ unbehelligt weiter uns alle verhöhnen?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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