Bereicherung auf höchstem Niveau


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Armut nimmt zu

Immer diese Rücksichtnahme, dieses vorsichtige Anfassen mit Samthandschuhen sollte endlich ein Ende finden, weil im umgekehrten Fall mit vielen Menschen alles andere als fair umgegangen wird. Nennen wir doch das Übel beim Namen. All jene, die kaltschnäuzig ohne jedweden moralischen Zweifel sich an der Arbeit der Menschen bereichern, diese obendrein noch verhöhnen, ob sichtbar in aller Öffentlichkeit oder versteckt im Hintergrund.

Wir sprechen folglich genau von denjenigen, die über das meiste Kapital verfügen, eine Minderheit. Sie selbst bestimmt den Verlauf der Weltpolitik, die Rechnung, daß Geld die Welt regiert, entspricht der Tatsache, an und für sich nichts Neues.

Die Dekadenz lesen wir auch in der Presse

Wer den menschlichen Fortschritt analysiert, sollte dabei wirklich alle Umstände auf den Tisch packen und schon gleich gar nicht eine Polemik aufbauen, die darauf zielt, mit einfachen Mitteln die Menschen zu verunsichern, während die eigentlichen Verursacher mal wieder unbenannt bleiben. Allein schon die Überschrift, die Zeit des Massenwohlstands ist vorbei, offenbart eine irreführende Denkweise und Behauptung in diesem Artikel. Es gab noch nie einen Wohlstand für die Masse, es sei denn, man unterstelle ihr, sie sei selbst verantwortlich für die weltweite Ausbeutung aller Ressourcen.

Die Masse der Menschen im sogenannten „reichen Westen“ war immer denjenigen dienlich, die davon profitierten und sich dadurch einen unverhältnismäßig großen Wohlstand aufbauen konnten. Aber das verschweigt der Autor, stattdessen läßt er ausgerechnet China sprechen und bestätigt dessen Aussage vom Sozialstaat, den wir uns schon lange nicht hätten leisten dürfen und setzt selber noch eins drauf, in dem er meint, unsere westlichen Staaten und Bürger hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Mehrere Millionen Bundesbürger am Rande der Existenz, täglich sogar real ärmer werdend, sind ein Indiz zu mehr Wohlstand, während im nächsten Moment die wiedererlangte Wettbewerbsfähigkeit infolge der Sozialreformen und des Lohnverzichtes der Arbeitnehmer als das Patentrezept hoch gelobt wird? Zynischer geht es wohl kaum, oder?

Anstatt die eigentlichen Verursacher der weltweiten Verarmung zu benennen, zieht es auch hierbei die Presse vor, den Schwarzen Peter den Völkern selbst anzulasten. Es werden sozialdemokratische Reformer angesichts der Stutzung des Sozialstaates vielmehr gelobt.

Solange wir den eigentlichen Überreichtum gewähren lassen, ändert sich nichts

Was kann daran so schwer sein, eine weltweit gerechte Verteilung endlich zuzulassen, anstatt weiterhin auf Kosten der Menschen Armut zu pflegen? Ganz banal, eine völlig gleichgültige Lebenseinstellung der Überreichen. Es geht nicht darum, neidisch zu sein, sondern einfach der endlosen Gier die rote Karte zu zeigen und zwar überdeutlich.

Wenn die Menschheit das nicht schafft, wird der Weg der Ausbeutung völlig bedenkenlos fortgesetzt, und willige Medien unterstützen diesen mit billigen Phrasen, Hauptsache der „einfache Bürger“ läßt sich beeindrucken, ordnet sich kleinlaut unter. Dieses perfide „Spiel“ hat auf diese Weise bisher prima funktioniert. Doch in Zeiten demokratischer, meist friedlicher Aufstände sind etliche Zeichen erkennbar, immer mehr Menschen hinterfragen die ungerechten Zustände, artikulieren und fordern ihre berechtigten Menschenrechte ein.

„Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.“
(Marcus Tullius Cicero)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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