Geht Trumps Wahlbetrugsbehauptung am Ende auf?


Wehe, Gewalt sucht sich unkontrollierte Bahnen

Gebetsmühlenartige Phrasen, fanatische Behauptungen haben eines gemeinsam, sie finden stets Zustimmung bei all den Anhängern, die ohnehin ihrem Glauben verfallen, sich an einen starken Führer anzulehnen, diesen gewähren zu lassen, gottgleich, ohne jewede Bedenken. Ein längst abgewählter US-Präsident windet sich weiterhin, zweifelt das Ergebnis an, ohne jedwese Beweise von Wahlbetrug zu schwafeln.

Doch was lange währt, nämlich seine unerschrocken bösartigen Behauptungen, mag aus seiner Sicht endlich gut werden, Attacken auf Politiker und Wahlhelfer offenbaren dies, die Hetzjagd der Trump-Fans in den USA eskaliert.

Der Zerfall der USA auf bestem Wege trotz Bidens Sieg?

Rassismus obsiegt weiterhin im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, seit George Floyds Tod folgten andere tödliche Übergriffe gegen Schwarze seitens Polizeibeamter, ohne daß dies reale Konsequenzen nach sich zieht. Warum auch mit diesem Donald Trump, der kein Hehl daraus macht, was er selbst von Anstand, Menschlichkeit oder Demokratie hält. Mit ihm ist nach dieser Wahl alles möglich.

Was nützt Joe Biden der Wahlsieg, wenn tatsächlich alles Böse irgendwann mal ins Bodenlose fällt? Immerhin wählten rund 74 Millionen US-Bürger The Donald, demgegenüber stehen ca. 81 Millionen Wähler, die Joe Bidens Politik vertrauen. Eine deutliche Botschaft in jeder Hinsicht. Wesentlich mehr Wähler, die Bidens Demokraten für sich verbuchen konnten im Vergleich zu Hillary Clinton.

Andererseits nach vier Jahren Trump-Desaster deutlich über 70 Millionen Wahlstimmen für dessen Fehlleistungen? Obendrein trotz nachweislich verlorener Wahl 88 Prozent sämtlicher republikanischen Abgeordneten Biden öffentlich noch nicht als Sieger anerkennen? Was für eine Botschaft bei gleichzeitiger Offenbarung, Trumps Weg eines angeblichen Wahlbetrugs aufrecht zu erhalten?!

Nennen wir es Revolution, Putsch oder Staatsstreich

In der Sache bliebe es ein Gewaltakt, sollte Trump bis zum 20. Januar nicht weichen, weiterhin Joe Biden als Betrüger bezeichnen. Das könnte durchaus die fanatisierte Anhängerschaft beflügeln, Waffen sprechen zu lassen. In diesen USA ohnehin schon im Alltag der lose Gebrauch von mitführenden Waffen sich äußert. Beste Voraussetzung für bürgerkriegsähnliche Szenarien?

Das scheint Donald Trump damit zu bezwecken, folgt dem Drehbuchszenarium eines Steve Bannon, während längst auch hierzulande deutsche Bundespolitiker in Talkshows die Hirnwindungen jenes „Blonden Dollen“ haarscharf analysieren, ihm die Verrohung der US-Gesellschaft zum Vorwurf machen. Doch folgen auch Konsequenzen in den USA im Ernstfall eines Putsches, der unmittelbar sich Wege der Entfaltung sucht?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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