Weltgeschehen keineswegs hilflos im Taumel böser Kräfte


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Bild von Sarah Richter auf Pixabay

Loslassen und Geist selbst verinnerlichen

Lange Schatten finden unwillkürlich Wege der Selbstfindung im stillen Dasein grausamer Erinnerungen, die schier nie endenwollend den Geist böser Zungen beflügeln. Ausgesprochene, auf eine immerwährende Reise entsandte Worte verselbständigen sich ohne jedwede Gesetzmäßigkeiten, die Anarchie des Chaos sucht sich bedingungslose Wege der Entfaltung.

Darf das angeblich höchste Wesen auf Erden solchen Gedankenströmen Glauben schenken? Oder aber vergreift es sich in völliger Selbstüberschätzung am Plan der Schöpfung, der übergeordnet in allem Sein schwingt? Geist schweigt in sich gekehrt, ohne jedwede Regung nach außen, während im Innern Assoziationen einen wahrhaftigen Tanz auf dem Vulkan veranstalten, der in unsichtbaren Analysen versucht, Unbegreifliches wertfrei zu verstehen.

Im stillen Klang, ganz tief in seelenumwogenen Träumen und Wünschen liegt im Verborgenen die klare Sehnsucht nach einem Ausgleich der Kräfte zwischen Gut und Böse. Jene Waagschale sich hin- und herpendelnd das Weltgeschehen entscheidend beeinflußt. Mensch hat es daher selbst in der Hand, sein Dasein zu gestalten, Mutter Erde respektvoll zu behandeln, was oftmals nicht der Fall. Lernende auf einem kosmischen Schiff in den unendlichen Weiten des Alls, unterwegs ohne navigatorische Kenntnisse, außer mit dem dürftigen Wissen, welches der Materie verhaftet?

Erahnen einige wache Geister schon ewiglich den Lauf sämtlicher Geschehnisse, die weit verzweigt sich entfalten müssen, verhaftet die große Masse stets Suchender im Augenblick der Ahnungslosigkeit, um beinahe hilflos ein Stückweit an Orientierung zu gewinnen. Während alle anderen Wesen im Kreislauf natürlicher Gesetze sich anpassend fügen, arbeitet der unruhige Verstand des Homo sapiens pausenlos, um gerade Mal im Schlaf selbst ein wenig zur Ruhe zu erlangen.

Einmal entzündet, gibt es für Gedankenflüsse keinerlei Zurück, sie müssen sich Wege bahnend entfalten, austoben und Spuren hinterlassend stets gestalten, ohne irgendwelche Grenzen, die lediglich seitens kränkelnder Machthaber kurzfristig aufflackern. Geist selbst läßt sich durch gar nichts aufhalten, weil dies einem Stillstand des kosmischen Auftrages gleichkäme, eine Schöpfung niemals zulassen kann.

Das Weltgeschehen somit keineswegs hilflos im Taumel böser Kräfte ausgesetzt, solange sorgsame Wächter scharf beobachtend entsprechend deutlich reagieren, um ein Ausmaß unkontrollierter Entladung zu verhindern. Und sie wirken schon sehr lange, begleiten die Menschheit in respektvoller Distanz, mitten unter ihnen ohne sichtbare Offenbarung. Insofern obsiegt ein Großteil an Gelassenheit, die nicht nur bemüht, friedlich stimmend Gemüter zu beruhigen, sondern obendrein der Welt eine Richtung vorgeben.

Secundum naturam vivere.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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