Die Gier des Kapitals als Chance sehen


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Das Kapital lebt vom aggressiven Wachstum. Diesen zu unterbinden, ist die eigentliche Aufgabe der Arbeiterklasse bzw. einer offenen und solidarischen Gesellschaft, welche unweigerlich in einen Sozialismus führt.

Der Ansatz der Revolution wurde von Marx beschrieben, von Lenin und Trotzki, wie zur damaligen Zeit nicht anders zu erwarten, gewaltvoll umgesetzt und im Anschluss von Stalin abgetötet, dessen vermeintlicher Sozialismus (Pseudo-Sozialismus) schon faschistische Züge annahm und sich in anderen Ländern etablierte. So kann man beispielsweise die DDR als stalinistisch, aber nicht kommunistisch oder sozialistisch nach Marx beschreiben. Es gibt zu viele Widersprüchlichkeiten.

Diese wären:
Die Missachtung des obersten Zieles, die klassenlose Gesellschaft
Die Jagd auf Marxisten
Die Diktatur des Lehrmaterials, das nur gewollte Auszüge von Marx enthielt, jedoch niemals Marx im Ganzen.
Ein falscher Nationalstolz der beinahe faschistoid rüberkam

Lenin und Stalin als bekannte Instanz hatten also massive Unterschiede im Verständnis des Sozialismus, verwendeten jedoch wie damals üblich Gewalt als Mittel, was jedoch in Marx seinen Schriften niemals klar definiert oder erwünscht war. So hatte Lenin zwar stets den Sozialismus vor Augen, arbeitete jedoch auch mit Gulags, wie sie europäische Großmächte damals nutzten. Er wählte allerdings im meisten Fall die Arbeit als Pein und nicht den direkten Tod.

Weiterhin übergang er die Epoche des Kapitalismus, sodass das russische Volk vom Zarismus in die Revolution stolperte. Von einer freien Gesellschaft hatte das russische Volk nie gehört und aufgrund des fehlenden Kapitalismus die Ausbeutung des Arbeiters in der freien Marktwirtschaft nicht erlebt. Es fehlte somit ein ganz entscheidender Punkt zum Verständnis der sozialistischen Freiheit oder Freiheit im generellen. Freiheit muss in den meisten Fällen erst neu gelernt werden.

Richtiger wäre es gewesen, einen freien Markt zu schaffen, diesen zu provozieren, man bedenke das Wesen der Gier im freien Markt, und diesen dann schließlich durch einen Automatismus bzw. eine logische, primitive Abfolge zu höchster Macht aufsteigen, sprich gewähren lassen, in welcher er ungebündelt waltet und die Endzeit des Raubtier- Kapitalismus einläutet. Ab da müssen Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen arbeiten und leben. Lenin sah leider schon den Zarismus als eine Art Kapitalismus.

Marx sprach davon, dass eine Revolution erst in Folge des enthemmten Kapitalismus möglich ist. Denn eines ist gewiss – der Markt schafft einen grundsätzlichen Standard, der einem Volk zum Wohlstand verhelfen kann. Diesen braucht man auch für einen Sozialismus in der Übergangszeit, da dieser in seiner Form:
1. Nicht auf massive, profitorientiere Güterproduktion ausgelegt ist, sondern die Wirtschaft geplant wird
2. Bereits Marx erwähnte, dass die Revolution von einem wohlständigen Land ausgehen müsse.

Kein Land passt da besser als Deutschland, wenn man sich den zweiten Punkt vor Augen führt. Ein Problem dabei ist die heutige Bequemlichkeit der Menschen in Deutschland, die das Streiken nicht gewohnt sind und auch nicht für ihre Rechte kämpfen müssen. Also muss es einen Punkt geben, welcher die Würde des Menschen missachtet, vom Kapitalismus allerdings gierig angenommen und manifestiert wird. Dieser ist die totale Überwachung.

Es ist also unsere Aufgabe, die totale Überwachung zu provozieren, sodass sich Widerstand regt. Das Endzeit-Szenario ist die bargeldlose Kartenzahlung, in der jegliche Unternehmen und Krankenkassen unsere sensibelsten Daten auslesen könnten. Das will niemand, hier gäbe es Widerstand. Ein gewalttätiger Widerstand ist zu verachten, denn durch das heutige Geflecht von NATO und Co. würde dieser innerhalb von Tagen niedergeschlagen sein und viele sinnlose Opfer fordern.

Genau dieser Widerstand muss darin münden, bzw. dahingehend unterstützt werden, dass eine Parralelgesellschaft gegründet wird. Die grundsätzlich entscheidenden Faktoren sind für diese Form der Revolution schon gegeben, der Mensch möchte sein Leben zurück. Gerade der Europäer, erst recht der Deutsche liebt seine Freiheit wie kein anderer, er hat sie auch wie kein anderer.

In dieser Parallelgesellschaft muss eine Art Schenkökonomie präsent sein. Diese muss sich dadurch auszeichnen, dass eine Leistung zwar vollbracht wird, aber das Geschenk eine Ware ist. Somit kann der Geschäftsmann die Kosten vorübergehend decken, weil er keine Kosten am Arbeitnehmer hat, gleichzeitig profitiert der Helfer vom begehrten Produkt. Natürlich kann das nur eine kurzzeitig begrenzte Aktion sein, denn Arbeitsplätze könnten gefährdet sein. Diese Zeit reicht aber aus, um Banken zu ruinieren.

Nun kann man eine geldlose Gesellschaft anstreben oder eine geschwächte Regierung absetzen. Es ist ein zweischneidiges Schwert, welches die Linke führen müsste oder sie wäre in der Lage, diese Aufgabe an andere politische Lager abzugeben und rechtzeitig die Macht zu ergreifen.

Nils Rudolph

Der erste Teil zum Thema:
Die Überwachung durch das Kapital als Chance betrachten

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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Eine Antwort zu Die Gier des Kapitals als Chance sehen

  1. Das ist ein prima Plan für eine Revolution. Cool! Klingt klasse. Aber – Naja. Ob man erst die totale Überwachung provozieren muss, in der Hoffnung, dass die Gesellschaft das dann auch anschließend packt – man weiß ja nicht, wie sie reagiert, das ist unkalkulierbar, in was für eine Richtung das dann geht. Nein. Sorry. Das kann ich mir nicht vorstellen. Dass das klappt.
    Wir brauchen einen Plan. Auf jeden Fall. Einen Plan B. Einen Systemwechsel. Aber das ist es ja eben – Revolutionen passieren, manipuliert, kann gut sein, aber sie sind immer ein Spiel mit dem Feuer, und man weiß oft nicht zu sagen, war´s vorher besser oder hinterher.
    Wenn ein Plan, dann auch möglichst kalkulier- und umsetzbar.
    https://beatekalmbach.home.blog/2020/12/01/proletarier-aller-lander-wir-mussen-reden/

    Gefällt 1 Person

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