Amokfahrt in Trier ein folgenschweres Drama


Was verbirgt sich hinter solchen Taten?

Bestürzung bei all denjenigen, die solche Nachrichten nicht einfach wegstecken können, selbst wenn genügend Sorgen ihren Alltag ohnehin begleiten. Tote und Verletzte in Trierer Innenstadt, so die Meldung der Tagesschau. Eine Amokfahrt, die einmal mehr aufzeigt, wieviel Haß und Wut ein Mensch aufbringen muß, um sie dermaßen unerschrocken in die Tat umzusetzen.

Während wir geschockt noch rätseln, welche Hintergründe vorliegen, die jenen Täter dazu veranlaßten, gezielt Menschen anzufahren, in Kauf zu nehmen, sie zu verletzen, gar zu töten, tönen bereits in den Social Media erste Stimmen, die ihren Rassismus ausleben, die Frage der Nationalität spielt eine Rolle.

Mal wieder typisch, jene rechtsradikale Haltung, jede Straftat für eigene Zwecke zu mißbrauchen, gerade in Zeiten, wo ausgerechnet Nazis im Deutschen Bundestag sitzen, sich offiziell Gehör verschaffen dürfen, weil ein nicht geringer Teil der Wählerschaft sie genau dort haben möchte. Warum in diesem Kontext jene politische Botschaft genannt werden sollte? Ganz einfach, sie verdeutlicht die Schieflage im Lande, europa- und weltweit!

Haß findet ziemlich offensichtlich Wege der Entfaltung

Erschrocken starren wir zu solchen Ereignissen, möchten es kaum wahrhaben, daß es Menschen gibt, die per Auto gezielt Mitbürger verletzen und töten wollen. Das beinhaltet gleich, mehrere Hemmschwellen zu durchbrechen. Die geistigen Brandstifter tummeln sich nahezu per Unschuldsmiene unter uns, obwohl sie eine nicht unerhebliche Mitschuld tragen.

Wer Haß sät, erntet unter anderem auch solche Amokfahrten und kann sich keineswegs einfach seiner Verantwortung entziehen. Das gilt genauso für politische Botschaften wie für religiös motivierte. Die Gemeinsamkeit drückt sich in der Verachtung Menschen gegenüber aus, die per Worte bis hin zu grausamen Taten sich entladen. Stets den fanatisierenden Tunnelblick billigend in Kauf nehmend. Das besonders Tragische daran, daß deren Gleichgesinnte ihren „Geschäften“ nachgehen, als sei nichts geschehen nach solchen tragischen Vorfällen bzw. Verbrechen, um jene Taten mal als das zu benennen, was sie sind!

Der Aufmerksamkeit entgegenfiebern?

Die Frage beinhaltet bereits den Knackpunkt auch jenes Amoklaufs in Trier. In der Literatur haben sich manche an dieses schwierige Thema gewagt, u.a. auch Oliver Dreyer in seinem Roman „Kopfschuss“, es bleibt am Ende die Frage im Raum stehen, was zu tun sei, um sie zu minimieren.

Genau darin verbirgt sich die ganze Tragik. Solange wir als Gesellschaft jene Haßausbrüche nicht tatsächlich überwinden, auch die Duldung von Extremismus, Krieg und Elend, verbleibt die Begleiterscheinung solcher Amokläufe. Ein Dilemma für alle, besonders für die betroffenen Zurückgebliebenen der Opfer.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Eine Antwort zu Amokfahrt in Trier ein folgenschweres Drama

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Der Wahnsinn nimmt einfach nur zu.
    Es gibt keine Vorbilder mehr, die Probleme nicht mit Gewalt lösen. Das klingt sehr simpel, aber jede komplizierte Antwort führt nur in die Irre!

    Gefällt 2 Personen

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