Klima- und Umweltschutz beginnt vor eigener Haustür


#NotInMyTank! Agrokraftstoffe alles andere als Heilsbringer

Umdenken sollten und müssen wir schon sehr lange, haben manche sogar ziemlich beherzt. Doch das reicht längst nicht aus, zumal eine schweigende, duldende Mehrheit sich viel eher zurückhält, frei nach dem Motto, laß die mal machen bis hin zu jenen hanebüchenen Vorurteilen, Umwelt- und Klimaschützer seien weltfremd.

Das exakte Gegenteil trifft unbedingt zu. Realistischer können derartige Kritiker wohl kaum noch agieren, umso wichtiger, deren Aufmerksamkeit in den Vordergrund zu stellen. Kein Tropenwald im Tank! So die Forderung von Robin Wood. Völlig berechtigt. Die Problematik ist längst nichts Neues, bereits vor fünf Jahren wiesen etliche auf jene Mißstände hin, was bisher nahezu folgenlos blieb.

Dringend notwendiger Ausstieg aus landbasierten Agrokraftstoffen

Wie die gewaltfreie Aktionsgemeinschaft eindringlich empfiehlt. Neben Palmöl gehören somit weder Soja noch Kokosöl, Mais, Raps oder Holz in den Tank. Dieser verkehrte Weg, den die Autoindustrie gern hochhält, im Übrigen auch dieser potentielle Kanzlerkandidat, Friedrich Merz, den man beim besten Willen gleichwohl nicht ernst nehmen kann, denn er scheint sich weiterhin für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren stark zu machen.

Eine Hand wäscht wohl die andere, nicht weiter verwunderlich beim Reigen gewisser Lobbyisten. Da bedienen sich schon viel zu lange die Verkehrten. Höchste Zeit, jenen Kräften einen politischen Denkzettel zu verpassen, die nächste Bundestagswahl rückt schnell ziemlich nah, wenn nach Weihnachten und Corona-Krise obendrein das Superwahljahr 2021 winkt.

Verkehrspolitik hat großen, konsequenten Handlungsbedarf

Weg vom umweltschädlichen Individualverkehr mit Verbrennungsmotoren hin zu mehr öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr bei entsprechendem Ausbau der Infrastruktur, dringend notwendigen, attraktiven Angeboten, die auch sozial Schwächere leisten und nutzen können.

Davon hat sich gerade die GroKo in den letzten Jahren hierzulande erfolgreich gedrückt, auf die lange Bank geschoben zu Lasten der Umwelt und des Klimawandels. Selbstverständlich gilt dies auch fürs weltpolitische Parkett, zumal das Pariser Abkommen mit dem neu gewählten US-Präsidenten wieder in den Fokus höherer Notwendigkeit rückt, wenn die USA ihm wieder beiwohnt. Alles gute Voraussetzungen, jetzt endlich Taten folgen zu lassen. Die Zeit des Ausharrens oder gar Ignorierens ist beendet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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