Hauptsache die Demokratie zerlegen


Die Sehnsucht Führerkult wieder zuzulassen, sucht Wege

In einem entscheidenden Punkt halten sie alle zusammen, formieren sich von still bis lärmend, mal bunt bis schwarz gekleidet, in stiller Andacht bis hin zu Haßbotschaften, die wie ein Pöbel sich entladen, Galgen, Waffen und getrennte Köpfe zeigend, sich im Sprühnebel von Wasserwerfern feiernd, doch revolutionsgeladen jubelnd, Hauptsache die Bundesregierung aus dem Deutschen Bundestag stürzend.

Gedankenblitze all jener, die sich Querdenker, Esoteriker, Rechtsradikale, Impfgegner nennen, ob einem KenFM hinterherhechelnd oder einem Vegankoch, einer AfD, mit und ohne Maske, kuschelnd ohne Abstand, sich über das Virus lustig machend, während man meint, Grundrechte würden seitens Merkel und Co. ausgehebelt, alles Gründe, um Widerstände anzumelden, zu dulden, zu legitimieren, während die Medien darüber berichten, Meinungsfreiheit schier grenzenlos sich entfalten darf.

Der politisch wache und interessierte Beobachter kann darüber nur noch kopfschüttelnd staunen. Was haben die letzten 75 Jahre gebracht? Im Ergebnis die Sehnsucht zu erneutem Führerkult. Zumindest bei den minimum 15 Prozent in der Bevölkerung, die wir nicht einmal allesamt auf den Straßen und Plätzen sehen!

Eine schweigende Mehrheit hält immer noch still

Zunächst ein gutes Omen, denn die Provokateure wollen die direkte Konfrontation. Gedanklich erhoben und knallhart formuliert seitens Akteuren wie von einem Steve Bannon, der genau das will. Was dann einem Donald Trump nur recht sein kann, ein aalglatter Wladimir Putin toleriert, ein Orbán sowieso gutheißt, der Türkische Pascha exemplarisch vorlebt, wie sich das für Despoten gehört.

Können wir halt feststellen, jene Entwicklung. Bloß wie lange dulden? Bis der Krug zerbricht? Dann wird es zu spät sein. Das gestrige Revolutionsschauspiel im Sprühregen offenbart die Zustände, die Demokratie kämpft nicht nur gegen das Virus, wie die vier Autoren des Spiegel-Artikels äußern. Gestern bereits die Zweite Hauptprobe, die Erste beinhaltete den Versuch, den Bundestag im Reichstagsgebäude zu erreichen am 30. August. AfD-Politiker schleusen Bürger ein, die MdBs bedrohen. Beim nächsten Mal in einer möglichen Generalprobe erste Opfer, bevor bei einer Premiere Revolution in einem Staatsstreich mündet? Alles schaut zu, aber keiner reagiert entschlossen dagegen? Äußerst befremdlich!

Heute Randale und morgen folgt was?

Ein Desaster ohne den geringsten Spaß? Das Ende der Demokratie, Mensch sich behandelt wie beim Vieh? Schaut mal lieber sehr genau, das macht wirklich Sinn! Wer solchen Mob ständig wirken läßt, darf sich nicht wundern, wenn die Hemmschwelle sinkt. Schlimm genug sich sprachlich ausgetobt wird, nachlesbar in den Social Media, in Kommentaren, wo immer Podien zugelassen werden. Meinungsfreiheit ein kostbares Gut, Haß und Gewalt nicht zu stoppen ein dramatischer Fehler, der sich am Ende rächen wird. Gebote und Gesetze wirken nur dann, wenn sie eingehalten werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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