Na, heute schon getrumpt?


Alles Böse fällt irgendwann mal ins Bodenlose  

Sprache zeichnet sich als lebendigen Prozeß aus. Sie versucht stets, Mittel und Wege zu finden, möglichst genau die Wirklichkeit widerzuspiegeln. Dabei verzeiht sie nahezu alles, nimmt sämtliche menschlichen Verfehlungen auf, eben weil unsere Spezies sie im Alltag formt, benutzt, liebkost oder mißhandelt, ob als Rap oder Fluch, im Stillen oder lautem Geschrei.

Ick schrödere mal am Tor entlang, ne, klar, ohne großen Lärm, versteht sich. Du hast wohl nicht alle Latten am Zaun oder Tassen im Schrank, Gleichnisse oder Vergleiche entladen sich je nach Stimmung. Es obliegt jetzt nicht dem Verfasser der Zeilen, ewiglich zu grübeln oder gar zu recherchieren, welche Namen im Sprachgebrauch einfließen. Das wäre zu zeitraubend oder langatmig.

Ein neues Verb gefällig?

Benutzen wir doch mal jenes „Scheusal“, um es mal direkt zu benennen. The Donald noch im Amt als 45. wird schon bald abgelöst vom gewählten oder designierten Präsidenten Joe Biden.

Trump, der einer Trompete durchaus gleicht, als Tuwort im Deutschen: zu trumpen? Das paßt doch längst, erst recht mittels seines peinlichen, desaströsen Verhaltens nach verlorener Wahl.

Jemand, der nicht eingestehen will, ein Versager oder Verlierer zu sein, der schmollt oder noch treffsicherer, er trumpt. Er stampft mit dem Fuß auf, springt dabei fluchend, wüst schimpfend im Kreis, dabei noch mit flinken Fingern twitternd. Die Welt hat auf jenes trumpen gewartet, Sprache reagiert dabei ziemlich nüchtern oder eben pragmatisch.

Spaß beiseite – was reitet die Verliererseite im Weißen Haus?

Vorneweg sich wichtigtuerisch in Pose begebend jener US-Außenminister, der allen Ernstes meint, Trump würde seine zweite Amtszeit im Januar nächstes Jahr antreten. In der Übergangszeit nach der US-Wahl darf ohne weiteres mit trump’schen Chaos gerechnet werden.

Eigentlich ist das nur konsequent, paßt zum O-Ton dieses ungehobelten Noch-Präsidenten. Wäre ja noch schöner, wenn der Humpty-Trumpty urplötzlich gute Manieren an den Tag legt. Das kann er nicht, denn nach 74 Jahren läßt das dessen Geist und Seele niemals zu.

Wir dürfen somit allesamt demutsvoll gen Washington blicken, manchmal auch gen Virginia zu seinem Golfspiel, das er sich einfach mal des Öfteren schon gönnt. Immerhin belaufen sich die Kosten des Golfens auf bisherige 109 Millionen US-Dollar, die die Bürger dafür berappen dürfen aus den Steuermitteln. Von Aufhören seines überteuerten Hobbys kann auch nach der Wahl keine Rede sein, da kommt es auf die eine Lüge von über 20.000 auch nicht mehr an.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Na, heute schon getrumpt?

  1. Ich ohne Plan schreibt:

    Hätte da noch einen: Das Trumpeltier ist noch im Weißen Haus… Was macht er eigentlich ‚danach‘? Heuert wahrscheinlich in Norkorea als Außenminister an. Schließlich will er endlich raus aus der Gesellschaft, in der so unsagbar viel gelogen und betrogen wird….

    Gefällt 1 Person

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