Der fließende Wind


https://pixabay.com/de/photos/strand-laterne-licht-kerze-wind-867519/

Bild von tjg_3d auf Pixabay

Ich sollte besser das Licht ausmachen
oder sollte ich es lieber leuchten lassen
die flackernden Kerzen taugen nichts
treiben Staub in mein Gesicht
womöglich bringen sie mich zum Heulen
das vertrag ich jetzt nicht – nicht jetzt
alle meine Stiefel sind zu schnüren
bemessen die Zeit bei jedem Schritt
vielfach ist es nicht der Mühe wert
die vielen flüssigen Spiegellachen
kein Hauch eines fließenden Windes
die verschwommenen Fußabdrücke
ewig blankpolierte Weggestalten
meine Augen brennen
ich vertrage das Licht nicht
sollte es löschen
meine Seele flackert
treibt Staub mir ins Gesicht
darf sie nicht löschen
nur der Hauch des fließenden Winds

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.