Neuseelands Politik mit Vorbildfunktion


Alles richtig gemacht, Jacinda Ardern

Während die größte Wirtschaftsnation nach der Präsidentenwahl um Fairneß oder gar geordnete Verhältnisse ringt, zeigt das kleine Neuseeland am Ende der Welt, wie Politik durchaus funktionieren kann, wenn man entscheidend konstruktiv und besonnen handelt. In den USA wird der ohnehin latent vorhandene Rassismus unter einem scheidenden Trump geradezu exemplarisch zelebriert, in New Zealand die Maori gewürdigt.

In der kürzlich im Amt bestätigten Premierministerin Jacinda Ardern gilt Vielfalt in ihrem Kabinett. Neuseeland bekommt Maori als Außenministerin, berichtet Till Fähnders für die FAZ. Ihre bisherige ziemlich erfolgreiche Covid-19-Strategie verhalf Jacinda Ardern demnach zu diesem tollen Wahlergebnis, bisher sollen lediglich 25 Menschen an den Folgen des Virus gestorben sein.

Was Trump versäumt, setzt Ardern durch

Gegensätzlicher können politische Weichen kaum noch sich offenbaren wie beim Vergleich zwischen Neuseeland und den USA. Unter dem cholerischen Narzißten starben über 240.000 Menschen aufgrund halbherzig ignorantem Mißmanagements, hingegen die neuseeländische Premierministerin vorausschauend agierte und entsprechende Maßnahmen durchsetzte.

Besonders nach dem Christchurch-Terroranschlag verstand die Labour-Politikerin und Premierministerin es, weltoffen sich den betroffenen Menschen anzunehmen, was ihr ein hohes Maß an Respekt und Vertrauen seitens etlicher Muslime verschaffte. Davon kann sich The Donald eine große Scheibe abschneiden, was sich inzwischen erübrigt angesichts dessen Wahlniederlage, die unmittelbar bevorsteht.

Wer Ureinwohner berücksichtigt, kann nur punkten

Eigentlich eine völlig selbstverständliche Einstellung, die sicherlich unendlich viel Leid besonders auch in den USA hätte verhindern können. Das war damals genauso wenig gewollt, wie jene Rassisten heute noch unübersehbar offenbaren. Bekanntlich ist Rassismus schon lange ein globales Problem.

Umso erfreulicher, daß Jacinda Ardern es brillant versteht, eigene historische Vorgaben auszubauen. Zumal gerade die Neuseeländer wenigstens im Gegensatz zum Nachbarland Australien es ohnehin viel eher verstanden, mit den Ureinwohnern in friedfertiger Koexistenz zusammenzuleben. Der Vertrag von Waitangi, nämlich Neuseelands älteste Verfassungsurkunde, hat maßgeblich dazu beigetragen. Insofern trifft die Premierministerin unbedingt die richtigen Entscheidungen bei ihrer Kabinettsbildung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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