CDU-Parteitag muss stattfinden laut Merz


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Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Hauptsache die eigene Macht durchsetzen

Das läßt ziemlich tief blicken, was nicht nur den CDU-Mitgliedern bevorsteht, vielmehr dem ganzen Land, falls es diesen Kanzlerkandidaten wählen sollte. Nahezu fünfzehn Prozent der Wählerschaft bewies bereits vor drei Jahren ihren stoischen Irrsinn, ausgerechnet eine rechtsradikale Partei in den Deutschen Bundestag Platz nehmen zu lassen.

Andererseits sorgt Armin Laschet für rücksichtsvolle Einsicht, die Corona-Krise mal besser ernst zu nehmen, das gestaltete er noch im Frühjahr ein wenig leichtsinniger. Laschet plädiert für Verschiebung. Merz lehnt dies ab. Letztendlich kaum verwunderlich, es paßt zu den Hirnwindungen dieses Black-Rock-Mannes.

Der Affentanz geht weiter

Was bereits im August sich deutlich anbahnte, nimmt jetzt Ende Oktober konkrete Formen an. Merz mit viel Geschwafel ohne Substanz, muß man weiterhin feststellen. Die berechtigte Frage steht im Raum, wieso dessen Umfragewerte immer noch so hoch sind, in ihm den potentiellen Bundeskanzler zu sehen, außer Markus Söder mit noch höheren Sympathiewerten, der lieber in Bayern bleiben will.

In der Tat wäre ein Friedrich Merz als Bundeskanzler eine Schande für Europa. Doch bekanntlich ignoriert Machtpolitik selbst gern stichhaltige Argumente, Seilschaften sind dabei weniger zimperlich oder gar gewissenhaft, es zählen eigene Vorteile, die es auszuschlachten gilt.

Was interessiert schon ein Staatsnotstand?

Den gibt es schlichtweg nicht für einen Friedrich Merz, wie er unbedingt unterstreicht. Parallelen zu Donald Trump glimmen dabei auf, der angeblich ganz schnell sich vom Corona-Virus erholte, um als Held vor die amerikanische Wählerschaft zu treten. Merz steckte das Virus gleichwohl gut weg, um jetzt die Gefahr der zweiten Welle hierzulande kleinzureden, weil nach seiner Fasson die Verschiebung der Wahl nicht stattfinden dürfe.

Muß er befürchten, zu einem späteren Zeitpunkt Stimmen zu verlieren? Das könnte man ihm durchaus unterstellen. Mit Spannung darf der Entscheidung im Laufe des Montags entgegengeblickt werden, weil der Bundesvorstand der CDU zuvor tagt. Trotzdem dürfte Herr Merz frohlocken, er hat wohl die besten Chancen auf den Posten, egal wie man es dreht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu CDU-Parteitag muss stattfinden laut Merz

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Der Kerl ist einfach nur widerlich. War es immer und wird es bleiben. Aber es ist eben auch die CDU….

    Gefällt 1 Person

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