ʺI Am Gretaʺ offenbart das Versagen der Politik


Wenig Ahnung verheißt nichts Gutes

Letztendlich läuft uns allesamt die Zeit davon, Mensch kann es sich mitnichten leisten, ewiglich die Klimakrise zu vertagen, um den Raubbau an Mutter Natur fortzusetzen, als sei nichts geschehen. Ignoranz oder halbherziges Vorgehen bedeutet schließlich das Aus für die Menschheit, vielleicht im besten Fall eine ziemlich geringe Überlebenschance mit sehr vielen Opfern.

Florian Reiters Filmkritik im Focus verfährt keinesfalls mit Samthandschuhen, nimmt die verantwortliche Politik entsprechend aufs Korn. Nur zu Beginn vergreift er sich im Ton, wenn er von „einem kleinen Mädchen“ schreibt. Die Körpergröße zusammen mit Gretas Alter zu Beginn ihres Protestes entspricht keineswegs den Maßstäben eines „kleinen Mädchens“, sondern wenigstens einer Jugendlichen mit viel Mut.

Fridays for Future absolut zeitgemäß

Dabei vermittelt sein Artikel durchaus Greta Thunbergs berechtigte Wut über die Untätigkeit, das Versagen der Politik, die sich im Film widerzuspiegeln scheint. Eine nüchterne Bilanz innerhalb jenes dokumentarischen Films, der obendrein die geduldige Rolle ihres Vaters offenbart. Kein leichtes Unterfangen, was dennoch einen tiefen, innigen Familienzusammenhalt bedeutet.

Von einer Klimaneutralität kann ohnehin kaum bis gar keine Rede sein, wie bereits in jüngster Vergangenheit eine Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin der EU an den Tag legte. Ein Armutszeugnis und eine  Kapitulation verantwortlicher Politik. Die scheint ganz offensichtlich sich an den Vorgaben eines Wirtschaftsdiktats zu klammern, anstatt beherzt durchzugreifen. Das hat die junge Schwedin mehrfach zu Recht auf die Palme gebracht.

Der potentielle Bundeskanzlerkandidat Merz verfehlt seine Hausaufgaben

Er mag sich winden wie er will, besonders gern öffentlich in Talkshows. Nach dem CDU-Parteitag im Dezember erfolgt die Bestätigung, wenn die Mitglieder der PR-Show folgen, um Friedrich Merz als Bundeskanzlerkandidat zu nominieren. Das ist längst ein offenes Geheimnis, was soll jene Farce?!

Ein Verbot des Verbrennungsmotors sei falsch, zitiert Stefan Hajek den Aspiranten für den CDU-Vorsitz in der Wirtschaftswoche, man könne ihn in ein paar Jahren schließlich CO2-frei mit synthetischen Kraftstoffen betreiben. Bullshit, Herr Merz, wie im Artikel begründet erläutert wird! Diese synthetischen Kraftstoffe sind eben keine „Weißen Ritter in der Not“, sondern bedeuten enorme Stromkosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.

Was sagt das eben über genau diese Politik, die auch von Greta Thunberg in die Pflicht genommen wird? Sie muß das ganz schnell ändern, sich anpassen an die gegebenen Um- und Zustände. Verpaßt sie das, hat sie abzutreten, sollte sie nicht mehr gewählt werden. Basta.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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