Clemens Traubs angebliche soziale Spaltung unserer Gesellschaft


Klägliche Versuche FFF an den Pranger zu stellen

Kritisch hinterfragen unbedingt erlaubt, gar ein wichtiger Prozeß, der einmal mehr aufzeigt, wie eine aufgeklärt neugierige Gesellschaft funktionieren kann, wenn man genau das zuläßt, ohne dabei ungerechtfertigte Vorwürfe loszutreten, sich in pauschalisierten Allgemeinplätzen zu verzetteln. Doch genau das veranstaltet kein geringerer als der FFF-Aussteiger Clemens Traub, der in seinem Büchlein „Future For Fridays?“, erschienen im Quadriga-Verlag Berlin, seine Erfahrungen mit der Bewegung zum Besten gibt.

Ulrich Reitz Kolumne „Buch von Ex-Aktivist zeigt: Klimaprotestler betreiben Weltrettung mit sozialer Ignoranz“, erschienen im Focus, verdeutlicht einmal mehr, mit welchen simplen Mitteln versucht wird, die Klimaprotestler zu diffamieren. Anprangern statt genauer hinzuschauen, das scheint das moderate Mittel zu sein, Kritik im Keim ersticken zu wollen.

Auf den Spuren vom Cicero Magazin – der rechte Rand fischt gerne mit

Dies wiederum besonders konservativ eingestellte Menschen selbstverständlich auf den Plan ruft, kräftig auszuteilen. Was Ulrich Reitz im Focus versuchte, hat zuvor das Cicero Magazin in seinem Beitrag „Arzttöchter erklären die Welt“ versucht, einem Buchauszug von Clemens Traub.

Dort liest man die einfache Taktik, die der junge Ex-Aktivist anwendet. Ein wenig stochern und anprangern, von Akademikerkindern ist dabei die Rede, „Fridays for Future“ sei die Rebellion der Privilegierten, biete ihnen die perfekte Möglichkeit, ihren eigenen kosmopolitischen Lebensstil und das eigene Talent zur Schau zu stellen. Punkt.

Dabei vergessen sowohl der FFF-Kritiker als auch Cicero sowie der Focus ein entscheidendes Argument. Auch bei FFF sind sämtliche gesellschaftliche Vertreter vorhanden, von jung bis älter, von hoch betagt bis sozial eher nicht gut Aufgestellten. Und genau das macht eine Bewegung so glaubwürdig. Der polemisch-simple Versuch, diese auf solch billige Weise verunglimpfen zu wollen, erweist sich als Bumerang und scheitert damit! Daß hierbei der rechte Rand der Cicero-Leserschaft gerne mitfischt, dürfte nicht verwundern. Das paßt zu jener Klientel.

Wer Ernst Ulrich von Weizsäcker anführt, sollte genauer hinschauen

Das gilt zugleich für Lektoren beim Focus, er schreibt sich im Übrigen genauso wie der Kolumnist mit einem „l“ im Vornamen statt mit zwei. Was soll denn daran „spannend sein“, wenn ein Herr Reitz meint, Ulrich Traub würde eine bedenklich soziale Ignoranz bei den Klimaaktivisten beschreiben?

Sich dann als Paradebeispiel Ernst Ulrich von Weizsäcker herauszupicken, weil dieser halt den Club of Rome Jahrzehnte zuvor mit Gleichgesinnten gegründet hatte, mag man den FFF-Aktivisten wohl kaum anlasten können. So ein Blödsinn. Es geht doch um die Sache, nämlich den Klimawandel ernst zu nehmen, manche können es halt nicht begreifen, daß FFF die Welt erobert. Gut so. Belassen wir es dabei, solche kläglichen Versuche der Diffamierung nützen nichts!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Medienschelte

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Eine Antwort zu Clemens Traubs angebliche soziale Spaltung unserer Gesellschaft

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Also groß wäre nicht das Adjektiv meiner Wahl. Die Erde sollte lieber gesünder sein und das Sozialsystem besser.

    Gefällt 1 Person

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