Demo-Aufruf von Carolin Kebekus für 09. September in Berlin


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/45/Carolin-Kebekus-Bonn.jpg/640px-Carolin-Kebekus-Bonn.jpg

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Corona-Schutzmaßnahmen gefährden Künstler und Freischaffende

Während die Bundesregierung keine Kosten und Mühen scheut, ganz besonders großen Konzernen während der Corona-Krise unter die Arme zu greifen, sind Künstler, Freischaffende und Hartz-IV-Empfänger ganz besonders benachteiligt. Sollte die Politik weiterhin wichtige kulturelle Ereignisse quasi im Regen stehen lassen, hat das für Deutschland ziemlich große Nachteile. Kleinkunst ist schließlich das Herz kultureller Errungenschaften.

Diesem Gedankengang folgt gleichwohl die Komikerin Carolin Kebekus, die um Tränen ringt, „es herrsche Alarmstufe Rot!“, wie sie bei diesem Aufruf mit Nachdruck hinweist, jetzt am Mittwoch, dem 09. September, bei einer Demonstration in Berlin für die benachteiligten kleineren Künstler, Veranstalter, Techniker, Kameraleute und Tontechniker sich zu engagieren, die durch die Corona-Krise mit Existenzängsten zu kämpfen haben.

Ihr festes Engagement bei der ARD bewahrt sie vor schlimmeren Folgen

Wie Carolin Kebekus zu Recht betont, andere Kunstschaffende haben es dabei wesentlich schwerer, stehen kurz vor dem Aus oder sind bereits betroffen. Insofern fordern die Teilnehmer der Demo eine Basis zur Verständigung mit der Bundesregierung auszuhandeln, der betroffenen Branche mittels Überbrückungs- und Kreditprogrammen zu helfen.

Bekanntlich ist das geplante Großkonzert in Düsseldorf, welches am letzten Freitag stattfinden sollte, ausgefallen. Eine gute Entscheidung zum Schutz etlicher Menschen. Obendrein sind die dort angekündigten Teilnehmer alles andere als hochgefährdet, was Existenznöte anbelangt im Vergleich zu kleineren Kunstschaffenden.

Ein gegenseitiges Aufrechnen sozialer Nöte nicht sinnführend 

Genau darin besteht die Gefahr, während sich Betuchtere lässig zurücklehnen, darben Künstler mit kleinerem Budget in Zeiten der Corona-Krise, die schließlich schon weit über ein halbes Jahr anhält. Politik darf nicht dabei tatenlos zuschauen oder ausgerechnet diejenigen übervorteilen, die eigentlich so gar nicht benachteiligt sind wie Konzerne oder größere Firmen, die obendrein sogar von dieser Krise eher profitieren. Das schafft berechtigte Wut.

Man darf gespannt sein, wie groß die Anteilnahme jetzt am Mittwoch in Berlin sein wird, ob politisch Verantwortliche die Anmahnung sich zu Herzen nehmen, schließlich ist unser Kulturgut nicht zu unterschätzen, trägt in vielen Bereichen dazu bei, unserem Leben sinnvolle Impulse zu geben, die allen zugutekommen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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