Keine Flucht aus der Tretmühle


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Bild von kabbagesaver auf Pixabay

Morgens um fünf
schlüpft er in die Strümpf‘,
Kaffee schnell getrunken,
obwohl noch in Träumen versunken,
Stiefel fast vergessen,
kommt vom zu hastigen Essen.
Seine wichtige Arbeit ruft,
obendrein der Chef ein Schuft,
Hauptsache die Kohle stimmt,
man ist halt auf Kommerz getrimmt.
Mist, er hat den Bus verpaßt,
letzten Monat war er noch im Knast,
es folgt dann erneut ein Anschiß,
wenn man ihn doch besser in Ruhe ließ.
Die Kollegen ihn allzu oft mobben,
das könnte er aber noch toppen,
seine Wut wächst mit jedem Satz,
schon bekommt der Erstbeste eine vorn Latz.
Hinzu gesellt sich der fiese Boss,
sitzt wie eh und je hoch zu Roß.
Die Entlassungspapiere in der Hand
knallt er den einfach an die Wand.
Gerechtigkeit ein schnödes Wort,
zurück in den Knast, dem verhassten Ort.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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