Leben ein friedliches oder feindliches Miteinander der Kompromisse


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Wie bestimmte Umstände unser Zusammenleben gefährden

Ziemlich oft beobachten wir in Diskussionen das Nichtstehenlassen von Argumenten, weil bekanntermaßen zweifellos zu jedweder These eine Antithese aufgestellt werden kann. Insofern entsteht letztlich eine gewisse Pattsituation, in der darüber hinaus schon das Aus im Raume schwebt. In manchen Kreisen folgt nach einer gewissen Eskalation das Ende der verbalen Ebene, die dann in Handgreiflichkeiten münden bis hin zur überreagierten Gewalt.

Gilt somit das Leben selbst ein friedliches oder feindliches Miteinander der Kompromisse, weil die Grenzen der Argumentationslinien viel eher verschwimmen? Man kann davon ausgehen, obwohl in Sachdiskussionen mit einer Unterscheidung zwischen „friedlich“ und „feindlich“ bereits der Pfad der bewußt inszenierten Provokation betreten wird.

Aber das müssen wir dennoch in Kauf nehmen, weil Menschen nicht nur mit Sachwissen und Erfahrungen bestückt sich begegnen, sondern auf alle Fälle mit all ihren emotionalen Empfindlichkeiten, die je nach Charakter mehr oder weniger deutlich mitschwingen.

Der Mensch geboren zur Beziehungsfähigkeit?

Gerade in partnerschaftlichen Beziehungen, sei es im Liebesleben, in Familien oder im Berufsleben, offenbart sich das ganze Ausmaß, ob gelungen oder eben gescheitert. Dazwischen spielen sich all die Bemühungen ab, im Guten wie in verzweifelten Versuchen zu kitten, was noch möglich sei. Letztlich müssen wir Menschen stets uns eingestehen, daß ein Zusammenleben immer nur mit Kompromissen verbunden sein kann, wobei ein Aufeinander zugehen aller Seiten am ehesten zum Erfolg führt.

In Familien lernt man von klein auf das soziale Verhalten, wer denn nicht in extrem belasteten Konstellationen hineingeboren wurde, die mal hier ausgeklammert seien. Doch wie soll der Mensch sich auf Gemeinsamkeiten besinnen, wenn unsere Zeit das Leben diktiert?

Familienpolitik, bzw. die daran gekoppelte Wirtschaftspolitik sehr viel unternimmt, um eine eigentlich natürlich entstehende Beziehung bis hin zur Familie im Keim zu ersticken, weil sich alles nach den Vorgaben einer nimmersatten Elitegesellschaft richtet und der Doktrin des Profitgedankens unterordnet, in der fast kein Raum mehr für Humanismus vorhanden? Nicht der Mensch ist geboren zur Beziehungsunfähigkeit, sondern die äußeren Umstände erzwingen eine derart gefährliche Entwicklung, weil sie das gesamte Zusammenleben gefährden.

„Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.“ (Samuel Goldwyn)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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