München Deutschlands SUV-Hauptstadt


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Bild von Toby Parsons auf Pixabay

CO2-Schleudern unzeitgemäße Klimakiller

In Bayerns Hauptstadt ticken die Uhren ohnehin völlig anders, was dem Freistaatsgehabe des größten deutschen Bundeslandes entspricht. Immerhin beträgt dessen Fläche rund ein Fünftel der Bundesrepublik Deutschland. Bei den deutschen Metropolen im Check steht München an vorderster Front, ist Deutschlands SUV-Hauptstadt.

Wer daraufhin auch noch mit stolz geschwellter Brust gen Bayern blickt, hat die Tragweite jenes Titels so gar nicht begriffen. Im Zeitalter des Klimawandels haben nämlich solche Automonster gar nichts im Straßenverkehr verloren, sind schlechthin CO2-Schleudern und somit unzeitgemäße Klimakiller.

Die Politik macht sich zum Büttel der Autoindustrie

Ganz einfach, weil sehr viele Arbeitsplätze dranhängen, viel Geld im Spiel ist. Das läßt die verantwortliche Politik seit ehedem schnell einknicken, selbst die Grünen wagen es nicht, ihre Ziele mit Vehemenz dem zu begegnen, alldieweil sie sehr wahrscheinlich nächstes Jahr zur Bundestagswahl mit der Union koalieren. Die hat bekanntlich ein trautes Stelldichein mit der Autolobby.

Trotz Klimakrise schaut Politik bei der Ölindustrie einfach weg, denn was lange währt, verspricht eine erfolgsorientierte Allianz, die keinen Hehl daraus macht, sich gegenseitig zu unterstützen. Ganz ähnlich wie die jahrzehntelange Bejahung zur AKW-Industrie. Selbst massive Proteste konnten diese Haltung nicht ändern, erst mit dem zweiten Super-GAU in Fukushima lenkte die deutsche Politik schließlich ein.

Panzerfeeling fördert Leichtsinn und Umweltverbrechen

Diese Sport Utility Vehicles dürfen mit Fug und Recht als Nonsens bezeichnet werden, untragbar gefährlich neben ihren Umweltbelastungen, die sie verursachen. Viel Masse fährt da in deutschen Städten, was auch ein gewisses Maß an „Überlegenheitsgefühlen“ impliziert, die andere Verkehrsteilnehmer schlichtweg am liebsten von der Straße fegen würden.

Auch wird dem SUV eine Form des Eskapismus (Realitäts- und Weltflucht) nachgesagt, man entzieht sich dem Alltag in seine eigene, obendrein überlegene Welt, um denen da draußen was zu husten. Platz da, hier kommt ein Mazda, paßt nicht ganz, eher: Was wollen Sie? Hinweg mit Ihnen, hier kommt ein SUV!

Der Ressourcenvergleich allein schon bei der Herstellung dieser SUV spricht Bände, vom erhöhten Spritverbrauch mal ganz zu schweigen. Rund 3,5 Tonnen benötigen das halt. Bei Unfällen sind stets „unterlegene“ normale Fahrzeuge stark betroffen, auch was Verletzungsgefahren anbelangt, die spöttische Bemerkung von „rollenden Panzern“ trifft somit durchaus zu.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Eine Antwort zu München Deutschlands SUV-Hauptstadt

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Obwohl München die Hauptstadt von Bayern ist, sind die meisten Straßen dort ziemlich befestigt, aber SUV sind ja eher Geländewagen mit Allradantrieb, aber der ist in einer Stadt völlig unnötig. So sind das am Ende einfach nur Hausfrauenpanzer, die einfach nur einen Status verkörpern sollen, aber ansonsten nutzlos sind, denn selbst in München geht keiner mehr jagen!

    Gefällt 1 Person

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