Tatsächlich aus hart geschnitztem Holz ein Olaf Scholz?


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Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

SPD kürt ausgerechnet den Vizekanzler als möglichen Kanzlerkandidat

Dies läßt ziemlich tief blicken, aber mitnichten die meisten entzücken. Während bei der Süddeutschen Zeitung die größte Gefahr für Olaf Scholz aus der eigenen Partei droht, fragt sich der geneigte Politikinteressierte, was mit der SPD denn los sei angesichts jener Entgleisungen der letzten Jahre.

Anscheinend haben all die verlorenen Wählerstimmen noch keinesfalls ausgereicht, um mal ernsthaft eigene Mißstände zu überdenken. Natürlich wird auch bei einem Olaf Scholz die Wirecard-Affäre nicht spurlos vorbeiziehen, diesen im Gegenteil noch heftig beschäftigen. Doch was reitet dabei nur die Sozialdemokraten? Eine trügerische Illusion?

Für den Schrödianer gab es keine Polizeigewalt während des G-20-Gipfels

Beim Olaf ticken die Uhren noch für jene Hartz-IV-Gesetze, die Gerhard Schröder zusammen mit den Grünen zu verantworten hat. Dazu steht der Vizekanzler bis heute, der so gar nicht einsehen will, daß während des G-20-Gipfels im Juli vor drei Jahren Polizeigewalt stattfand, seiner Meinung nach weise er entschieden eine derartige Denunziation zurück. Damit ist es aber nicht getan, Herr Scholz!

Manch Gedankengänge offenbaren größenwahnsinnige Vorstellungen, was eher einem neoliberalen Kurs entspricht, wer wie er eine Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank in Erwägung zieht. So schrecklich weit entfernt ist er dann doch nicht von Mister BlackRock, Friedrich Merz möchte es schließlich och machen.

Schmeicheleien nützen nichts

Wenn ein Karl Lauterbach in höchsten Tönen über Olaf Scholz spricht, dieser sei die Idealbesetzung, ein Blender brauche niemand, dafür einen krisenerfahrenen wie Scholz, der Ruhe ins Spiel bringen soll. Verständlich, daß die SPD geschlossen hinter jener Entscheidung steht. Was bleibt ihr auch anderes übrig, wer derzeit weit hinter den Grünen in den baldigen Wahlkampf zieht mit gerade mal 15 Prozent, also drei Prozent weniger, laut jüngsten Umfragen.

Das favorisierte Linksbündnis der SPD-Doppelspitze durch Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wird noch für genügend Diskussionen sorgen, weil ein Olaf Scholz lange Zeit daran zweifelte. Gleichzeitig will der Wähler hierzulande eben keine Fortsetzung der derzeitigen Großen Koalition.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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2 Antworten zu Tatsächlich aus hart geschnitztem Holz ein Olaf Scholz?

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Ich hab noch „Mister 100 Prozent“ Martin Schulz vor Augen, wie er 2017 den Mund gegen die GroKo recht voll nahm und nach der verlorenen Wahl um ein Amt in der neuen GroKo gebettelt hat. Das ist nichtmal vier Jahre her, aber die SPD macht denselben Fehler und schickt wieder ein verschlissenes Gesicht in den Wahlkampf.
    Weil diesmal keine Merkel antritt, glaubt man mit knapp über 15 Prozent Umfragewerte den Wahlkampf von 2021 für den Geburtshelfer der Agenda, die zwar Schröder für sich erfunden hat, aber mit der Merkel, die keine eigenen Ideen hatte, mit der CDU seit 15 Jahren durchregiert, schon im Sommer 2020 eröffnen zu müssen.
    Da ist der Spott von Söder, dem Hoffnungsträger der Union, mehr als verdient.
    Aber völlig egal, wer sich wann für welche Ämter bewirbt, noch wird Deutschland von einem Virus regiert, das sich als sehr zäh erweist, völlig egal, wer an der Regierung ist und dem Virus nichts entgegenzusetzen hat…
    Dieses Virus macht ja gerade einem echten Menschenfreund
    Probleme, der die Redewendung mit aller Gewalt wörtlich nimmt und so weiter im Weißen Haus Mist bauen und seine private Version der USA endgültig errichten will. Dagegen haben wir in Deutschland echte Luxusprobleme.

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  2. hraban57 schreibt:

    Die Luxusprobleme halten uns noch eine lange Weile in Schach, nichtsdestotrotz gibt es den Tag X, wenn Merkel geht. Was dann? Besser kann es wohl nicht werden angesichts dieser Kandidaten, die an die Macht wollen.

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