Weltenlauf in unsicherem Fahrwasser stiller Gedanken


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Mensch zweckdienlich Teil eines Ganzen?

Bilder ziehen vorbei, ohne daß sie festgehalten werden im Rausch etlicher Gedanken. Irgendwie halten sie auch nur auf am Vorwärtskommen, diesem beständigen Drang noch einen Schritt zu gehen in einer Welt voller Unwägbarkeiten. Das gehört aber dazu im Leben, leitet es hin zu gewissen Zielen, die erreicht werden müssen, weil ansonsten am Ende Stillstand steht, kein Weiterkommen bis hin zu einem Nichts, welches das Sein gefährdet.

Langsam breitet sich Nebel aus an diesem Morgen, der Wonnemonat hat viel eingebüßt von seiner eigentlichen Aufgabe, dem Sommer nochmals viel Wärme zu spenden, der sie seiner Jahreszeit entsprechend dem Leben gönnt, welches sich vielfältig ausbreitet. Eine Schar Spatzen landet aufgeregt im Ahornbaum, scheint sich viel erzählen zu haben, wobei völlig entnervt eine Elster krächzend das Weite sucht. Nicht unweit beendet eine Kreuzspinne ihr Werk, sitzt entspannt mitten in ihrem weit gespannten Netz, um dort geduldig auf die Ankunft nächster Beute zu warten.

Welch wunderbare Welt uns doch umgibt mit all ihren Geschöpfen, während Mensch nichts Besseres einfällt, als sich ewiglich zu mißtrauen, zerstörerische Absichten zu hegen, um nicht nur der eigenen Spezies erbarmungslos nachzustellen, zu morden, sondern die gesamte Umwelt in Mitleidenschaft zu ziehen. Und mit jeder neuen Errungenschaft raffiniert technischer Möglichkeiten leisten jene genialen Ideen letztlich auch den schrecklichen Dienst einer bösartigen Zerstörungsgewalt, die sich dann entladen wird, nur weil bestimmte Geister minutiös ihre häßlichen Ziele verfolgen.

In solchen Momenten sich die Frage stellt, was da wohl schiefgelaufen sein muß, daß derartige Bosheit sich stets aufs Neue entfaltet in ihrem Kurs ewiglich rücksichtsloser Gewalt. Manche meinen, das sei der Lauf der Dinge, diese beiden Gegensätze zwischen Gut und Böse, eine Polarität, mit der wohl Menschheit leben muß. Natürlich kann man sich damit abfinden, ändert sich dadurch nichts, zumindest vordergründig.

Doch haben nicht sämtliche Entwicklungen einfach eine gewisse Zeit gedauert, bis sie abgeschlossen? Egal welchen Verlauf man betrachtet, sie folgen einem inneren Plan, einer Eingebung, die still vonstattengeht, ohne wirkliches Zutun, sondern fast schon geheimnisvoll. Folgt jener Rhythmus einem gewissen Code, der in der Sache selbst steckt? Weitergedacht, ist nicht alles Sein einer viel größeren Kraft untergeordnet, die den Weltenlauf bestimmt, ohne gleich darin des Menschen Herrschaftsvermutungen zu interpretieren, sondern viel eher einem Ziele dienend, welches sich längst noch nicht zu erkennen gibt?

„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen.“ (Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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