Es führt kein Weg dran vorbei mit Covid-19


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Geplantes Open-Air-Konzert in Düsseldorf umstritten

Wenn Covidioten in Berlin sich einfinden, um mit bis zu 20.000 Teilnehmern ohne Maske und Sicherheitsabstand gegen eine angebliche Freiheitsbeschränkung zu demonstrieren, dann hat das augenscheinlich den berechtigten Ruf grober Fahrlässigkeit bis hin zur Gefährdung anderer, eine Rücksichtslosigkeit, die unentschuldbar ist.

Ganz anders verhält es sich mit dem geplanten Großkonzert „Give Live A Chance“ am 04. September im Düsseldorfer Fußballstadion, wo BossHoss, Sarah Connor, Bryan Adams, Rea Garvey, Joris und Michael Mittermeier unter der Voraussetzung der Einhaltung der besonderen Sars-Cov2-Infektionsschutzverordnung sowie umfassender begleitender Hygiene- und Abstandsregeln auftreten wollen. Was spricht eigentlich dagegen?

Massive Kritik vorprogrammiert

Durchaus verständlich in Corona-Zeiten. Doch andererseits sollten wir auch die Künstler verstehen, die natürlich von Live-Auftritten leben. Das Motto des Events weist genau deshalb darauf hin, dem Leben selbst eine Chance zu geben. Das Virus ist unter uns, hat schon genügend Tote gefordert, gleichzeitig besonders hierzulande noch vergleichsweise wenig Opfer zu beklagen sind, was sicherlich nicht zu Leichtsinn führen darf.

Betrachten wir das Verhalten in etlichen Ballungsgebieten oder gar in Mallorcas Ballermann, muß man eine äußerst rücksichtslose Ignoranz feststellen, die keineswegs toleriert werden darf. Insofern verständlich, wenn massive Kritik aufkommt zum geplanten Großkonzert. Aber wird man dem gerecht, wenn sich alle an die Vorgaben der Veranstalter halten? Wohl eher nicht.

Geöffnete Schulen und Konzertabsagen?

Wer A sagt, sollte auch B sagen. Das kennen wir. Die Sommerferien nahen ihrem Ende, unterschiedliche Regelungen wurden in den verschiedenen Bundesländern getroffen, mal mit Mundschutz im Unterricht, meistens diese auf dem Schulgelände. Die Politik verfolgt weiterhin einen besonnenen Kurs angesichts der Gefahr, die von Covid-19 ausgeht.

Natürlich diktiert die Corona-Krise uns den weiteren Verlauf, ist ein normaler Schulbetrieb eher nicht möglich. Aber angesichts etlicher Vorsichtsmaßnahmen etwa Großkonzerte absagen? Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Warum nicht das Vertrauen haben, daß die Teilnehmer eben mit derselben Rücksicht agieren wie zuvor während des gemäßigten Lockdowns im März und April? Das sollte durchaus möglich sein, selbst wenn ein Restrisiko vorhanden bleibt, was ohnehin generell der Fall ist.

In anderen Worten, es gibt sowieso keine hundertprozentige Sicherheit, aber gleichzeitig ein Leben mit diesem Virus, wobei wir alle mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen wieder eine kulturelle Teilhabe genießen dürfen sollten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kulturelles

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