Faustpfand apokalyptischer Prophezeiung wider menschliches Dasein


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Am Ende wird abgerechnet

Der Gestank breitete sich seit Tagen schon aus, unerträglich bis in jede kleinste Ritze, viele Anwohner hatten längst das Weite gesucht, da ohnehin alles zerfiel. Dennoch einige Tapfere ausharrten in der Hoffnung, irgendwann Hilfe sie erreichen würde, obwohl sie nur zu genau wußten wie aussichtslos die Lage.

Katastrophen überzogen nicht nur diese Region, weltweit hatte wie aus dem Nichts, schlagartig einer Dominokette gleich die Erde gebebt, brachen Vulkane aus, zitterte überall der Boden, alles Lebende war panikartig nach draußen gestürzt, das Ganze spielte sich in wenigen Stunden ab, um anschließend abzuebben. Einer Absprache gleich vollzogen sich jene Eruptionen, begriffen die meisten Menschen keineswegs, was das geschah, dennoch einige Gesellen nur zu genau erahnten, daß alte Weisheiten nunmehr eintraten.

Zu lange hatte bedenkenlose Ausbeutung stattgefunden, ahnungslose Gier Zerstörung hingenommen, Mutter Erde in geduldiger Güte sie zugelassen, aber die Prophezeiung unumstößlich eintrat, weil ein gewisser Kerngehalt menschlicher Unreife sich ungebremst ausbreiten durfte, im Ergebnis dieser Hochmut alles mühsam Errichtete gefährdete, wenige überleben durften.

Keinerlei Einsicht sich ausbreitete in vielen betroffenen Gebieten, Umherirrende allem Sein gegenüber mit abgrundtiefem Haß begegneten, die eigene Existenz nicht nur den Überlebenswillen markierte, sondern aus der Schockstarre erwacht, sich deren innerster Charakter offenbarte, inwieweit bisheriges Leben verlief.

In der Ruhe liege die Kraft, so hieß es doch stets, was nunmehr den Zurückgebliebenen von Nutzen sein  konnte, wissend, wieviel Mühe noch vor ihnen lag. Vergangene Zeiten galt es, nicht einfach zu vergessen, jedoch daraus lernend hervorzugehen, mitzunehmen die trügerische Gier nach gezielten Vorteilen, um andere leiden zu lassen. Diesen Weg sie nie wieder erdulden durften. Besser ihn im Keim ersticken, falls böse Wesen ihn beschritten!

Frieden ein liebevolles Wort sehnsuchtsvoller Träume nach Harmonie und Einklang mit und in allem? Menschheit solchen Zuständen bisherig stets vergebens nacheiferte, während in Wirklichkeit in den kurzen, friedvollen Zeiten lediglich das Atemholen nach noch größerer Zerstörungskraft sich entwickeln und ausbreiten durfte? Die Vergangenheit hatte dies all jenen Überlebenden verdeutlicht, so daß nunmehr die Chance darin bestand, von neuem einer geläuterten Welt entgegenzublicken. Vermag sie das ihnen zu geben, die ewig verzeihende Mutter Erde? Deren Geduld doch so oft auf die Probe gestellt?

Die Zukunft wird es ihnen zeigen, nehmen wir allgegenwärtig mit, was an Gedanken, Vorstellungen und Hoffnungen uns offenbart, ohne die kein Überleben möglich in rasenden Gewaltszenarien, ob durch Menschenhand oder einer sich wehrenden Erde.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Faustpfand apokalyptischer Prophezeiung wider menschliches Dasein

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Das letzte Mal als die Welt unterging, war 2012, als sie dem Kalender der Maya folgte.
    Es war gar nicht so spektakulär und mein Tod war erfreulich schmerzlos. So wie sich die neue Welt seitdem entwickelt hat, wäre es wieder an der Zeit. 🙂

    Gefällt 1 Person

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