Covidioten dürfen in Berlin demonstrieren


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Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Wann Meinungsfreiheit letztlich Grenzen haben sollte

Spätestens wenn überdeutlich Demonstranten das Leben der Bevölkerung Berlins durch ihr Verhalten lebensbedrohlich gefährden, gezielt keine AHA-Regeln einhalten, sollte die Polizei ihren Job machen und eine solche Kundgebung unbedingt auflösen. Die verantwortliche Politik hätte dies veranlassen können, verpaßte sie aber. Warum?

Polizei löst nach Demo auch Kundgebung auf. Ziemlich unverständlich, wo doch die Faktenlage von Beginn an deutlich sichtbar war. Was bezweckt unsere freie Demokratie damit? Eine schier selbstherrliche Toleranz? Man stelle sich für einen Moment vor, ultra-linke Demonstranten protestieren gegen den Kapitalismus, lautstark grölend, zwar friedlich aber die Bundesregierung pöbelnd fast schon beleidigend. Ob man sie hätte gewähren lassen? Wohl kaum, aber dafür radikale Querfrontler und Verschwörungstheoretiker, hauptsächlich mitinitiiert seitens Rechtsradikaler. Da schaut Politik vornehm weg. Ein Unding!

Wieviel kriminelle Energie darf sich denn noch entfalten?

Als etwas anderes möchte man jene Covidioten lieber nicht bezeichnen. Mit Verstand und gar Rücksichtnahme hat deren Verhalten rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, sie handeln hochemotional berechnend egoistisch, viele von ihnen unter dem Deckmäntelchen angeblicher Unterdrückung seitens der Regierung, das Virus sei reine Erfindung. Obwohl dessen Existenz nachweisbar bereits genug Opfer aufzeigt.

Immer mehr Covidioten tummeln sich hierzulande, selbst wenn die angestrebte halbe Million nicht zustandekam, waren es dennoch rund 20.000. Tragisch genug. Fanatismus reagiert nach bekannten Regeln, da hilft keine Ratio mehr, egal wie clever Argumente herangezogen werden. Einmal ins Leben gerufen ein Selbstläufer, Ziel erreicht, Verstand ausgeblendet.

Superspreading in Kauf genommen

In Berlin darf man jetzt gleich zu Beginn des letzten Sommermonats August von einem Superspreading nach dieser Großdemo ausgehen. Das ist das Ergebnis jener Unverbesserlichen. Verständlich die Wut der Gegendemonstranten, die obendrein sich dabei selbst gefährden.

Meinungsfreiheit stellt in jeder Demokratie ein hohes Gut dar, hat unbedingt dort ihren Platz. Aber mitnichten, wenn das Leben anderer bewußt gefährdet wird. Genau dann hat sie ihr jähes Ende zu finden, erst recht bei Ankündigung, wo doch sofort offensichtlich keine Rücksicht genommen wurde. Die Demo hätte niemals genehmigt werden dürfen und mit derselben Vehemenz wie gegen diesen Vegankoch per Verbot vorher gestoppt werden müssen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Covidioten dürfen in Berlin demonstrieren

  1. rottweilistueberall schreibt:

    Anscheinend waren viele Schwaben unter den Demonstranten. Das schwäbische Wutbürgertum. Als Schwäbin ist mir das voll peinlich und ein Fall fürs Fremdschämen. Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, das sind Spießer, die Angst haben, die Welt könnte sich verändern. Die sind jetzt schon mit allem Komfort und allen Privilegien ausgestattet, scheiße drauf und haben Angst vor der eigenen schlechten Laune, sobald sie vergegenwärtigen müssen, dass sie sich irgendwo in irgendwas beschränken müssen. Und Angst mach wütend, und manchmal blöd.

    Gefällt 1 Person

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