Unterwegs in friedlich bedingungsloser Mission


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Bild von Andrew Gerkens auf Pixabay

Mögen Herzen vereint sein ohne bösartige Gedanken

Hell erschienen die Lichtblicke freier Gedanken, die sich zügellos Wege bahnten und fündig wurden in einem angenehmen Klima menschlicher Ungezwungenheit, während die Gruppe wild diskutierend bis tief in die Nacht weiterfeierte, manche gar musikalisch sich zusammentaten und für entsprechende Wohlklänge sorgten, die Herzen erfreuten.

Ein frisches Lüftchen heranwehte vom nahen Meeresstrand, ein paar flache Wolken forsch vorbeizogen, der Mond in scharfer Sichelform sich plötzlich zeigte, einige in lustiger Schar ihre Gläser ihm entgegenstreckten und fröhlich ihn willkommen hießen. Das friedliche Miteinander hatte sich vor zwei Tagen an diesem trauten, wunderschönen Ort eingefunden, dabei jedes Alter, sehr unterschiedliche Nationen zugegen waren. Doch wer jetzt meint, es hätte einen speziellen Grund, es gäbe einen Anlaß wie Hochzeit, Geburtstag oder ähnlichem, nichts dergleichen fand hier statt. Vielmehr trafen die Menschen sich weltumspannend an sehr vielen Orten, wo immer sich die Gelegenheit bot.

Was war geschehen, daß solch Sinneswandel seinen Lauf nahm? Hatte Mensch endlich erkannt, wie idiotisch selbstherrlich er dabei war, Mutter Erde gänzlich zu zerstören? Leider stieß eine eigentlich naheliegende Erkenntnis nicht bei allen auf Verständnis. Da draußen in den Ballungsgebieten vieler Großstadtmetropolen, an Orten grausamer Verwahrlosung, in denen ein Menschenleben gefährdet, nichts mehr wert war, herrschte ein harter Überlebenskampf vor, bei dem die Gnade des Stärkeren obsiegte, während der Schwache sein Leben verlor oder langsam einem qualvollen Tod entgegenblickte.

Überall waren plündernde Horden unterwegs, versuchten staatliche Ordnungshüter für Frieden und Ordnung zu sorgen, obwohl die Regierungen selbst jene Zustände verursacht hatten, weil schamlose Ausbeutung jedweden sozialen Gedanken verbannte, nur noch das Kapital das Zusammenleben diktierte, sich alles ihm unterordnete. Kein Wunder, daß die Spirale der Gewalt sich unaufhörlich hochschaukelte, Korruption und das Gesetz des Stärkeren sich durchsetzte, in Folge gesetzliche Regeln außer Kraft traten.

Doch hier an den Orten der Unbekümmertheit war kein Platz für bösartige Gedanken, trafen sich all jene, die nicht mehr bereit waren, in einer Gesellschaft der Sieger zu verweilen, sondern friedlich und ausgelassen ihre kreativen Neigungen auslebten, ohne Neid, Mißgunst, Habsucht und Streit. Natürlich gab es hin und wieder alte Muster bekannter Auseinandersetzungen, die aber schnell verflogen, weil die oberste Maxime galt, den Urfrieden bewahren.

Man mag solche Gedanken belächeln, ihnen gar religiöse, missionarische Absichten unterstellen. Dabei sind sie genauso alt wie die Menschheit selbst. Wir sitzen alle im selben Boot, verweilen hier auf der Erde, die unser Dasein garantiert. Wer zerstört schon freiwillig seine Familie, kappt seine Wurzeln, die ihm Halt geben? Sind wir angetreten, um uns gegenseitig zu bekriegen, den Nächsten zu beneiden, anstatt friedliebend im Einklang mit uns zu verweilen?

Ein Blick in die Natur, zu den Pflanzen und Tieren, offenbart den schöpferischen Plan einer nahezu unendlichen Vielfalt, die nur eines möchte: Sein im ureigenen Sinn in klangvoller Liebe und Harmonie allem gegenüber. Mensch hat danach zu leben, egal welche Glaubensrichtungen ihn leiten, ein übergeordnetes Gebot besagt, daß alles Handeln ein jeder selbst zu verantworten hat, vor sich, der Gemeinschaft und dem Kosmos.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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