Heile Welt verletzter Eitelkeiten kritisch durchleuchtet


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Je schöner der Abend, desto verlogener die Argumente

Konsumgüter haben etwas herrlich Ablenkendes, einer scharfen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, um es vielleicht salopp auszudrücken: Man verschanzt sich im Rausch der Superlative. Hauptsache kein Statement von sich geben, stets schön in der wohlbehüteten Masse einer gleichgeschalteten Meinungsmache sich anpassen. Doch was geschieht, wenn die heile Welt verletzter Eitelkeiten kritisch durchleuchtet dennoch entlarvt wird?

Schon mal daran gedacht, der Realität ins Auge zu sehen? Nein, nicht der vorgegaukelten, die uns glauben machen soll, wir könnten ohnehin nichts ändern an bestehenden Machtverhältnissen. Wer hingegen beginnt, den Schleier der manipulierten Vorgaben zu lüften, ihn gezielt sorgfältig anhebt, muß damit rechnen, daß ihm zugleich heftiger Gegenwind bevorsteht.

Partystimmung – Ventil einer Ablenkungswelle

Verblöden ganze Gesellschaftsteile in etwa immer mehr, wenn wir uns z.B. die Zahlen der letzten Bundestagswahl betrachten? Immerhin meinten knapp 13 Prozent der Wähler der AfD ihr Vertrauen schenken zu müssen, obwohl diese rechtsradikale Partei keine Konzepte vorzuweisen hat, dafür jede Menge Haß streut und spaltet.

Denken wir an die Knechtschaft der Agenda 2010 und ihren erpresserischen Begleiterscheinungen wie dem Niedriglohnsektor, ein willkommenes Mittel, um dem Volk Sand in die Augen zu streuen. Gerade die hierzulande historisch gewachsene Eigenschaft der Mißgunst dem Nächsten gegenüber machten sich bestimmte Politiker zunutze, während die Wirtschaft gern einwilligt, Hauptsache die Pfründe sind gesichert.

Dabei hilft Partystimmung in gezielt gestreuten Macharten, Ventile einer Ablenkungswelle zu erschaffen mittels Spiel, Spaß und Schadenfreude wie Dschungelcamp & Co., Flatratebumsen und Koma saufen auf Malle. Der „verblödete Massenkonsument“ als willfähriges Wahlvieh degradiert per Junk-Food, Billigsoaps und ewiger Verheißung, man meine es nur gut mit ihm.

Sodom und Gomorra längst alltäglicher Wahnsinn

Die Welt ist nicht gut. Stimmt keinesfalls dieser Satz. Es sind die Menschen selbst, die eine Zerstörungswut dulden, sich aufopferungsvoll fügen, nur weil einige wenige meinen, sie müßten extrem über die Stränge schlagen, ohne Rücksicht auf Verluste. Was nützen sämtliche Erkenntnisse großartiger Philosophen von Pythagoras bis Kant oder Fromm, wenn Mensch sich alles andrehen läßt? Warum ist das so?

Greifen da immer noch die verkehrten Erziehungsmuster, in dem nicht das erworbene Wissen ausschlaggebend sein muß, sondern viel eher eine Palette anzubietender Chancengleichheit ohne den diktierten Vorgaben einer menschenfeindlichen Wirtschaft?

Genau aus diesem Grund bedarf es nicht nur dem Beenden einer Neidgesellschaft hin zu einem Miteinander, vielmehr hilft der friedliche Weg in den Kooperativen Individualismus. Das kann und wird dauern, bis die Menschheit den Gewinn an einer grundsätzlichen Lebensqualität begreift und umsetzt, aber es ist ihre einzige Chance zum Besseren.

„Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.“ (Stefan Zweig)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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