Leben – pulsierende Momente des Daseins


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Im Wechsel der Gefühle

Natürlich steigen Erinnerungen auf, wenn die Natur nach langem Winter erwacht, frühlingsmüde wir uns erheben, staunend jede neue Blume bewundern, dem balzenden Treiben der Vogelwelt zuhören.

Das Leben fordert sein Recht auf Erneuerung, pulsierende Momente des Daseins im Wechsel der Gefühle sich vergegenwärtigen, ganz ähnlich wie bei einer lästigen Fliege trübselige Gedanken weggewischt werden wollen. Kein Raum für düstere Visionen mehr zulassen, da klare Luft und heller Sonnenschein einem den morgendlichen Tag zu versüßen scheint. Was kann es schöneres geben, als hoffnungsfroh und positiv gestimmt am besten mit seinen Nächsten die Welt zu umarmen?

Ewiglich möchte man solch Anwandlungen festhalten, weil schon Sekunden oder Minuten später die Realität uns zurückholt in das dramatische Treiben einer Menschheit, die vergessen hat, warum sie geboren ward auf Erden. Aus dem Schoß der Mutter entsprungen in die gezielt geordneten Bahnen der eigenen Familienstruktur sich aussetzend, zusammen mit dem Korsett einer Gesellschaftserwartung gehen sie dahin, ganz dicht ihrer zugedachten Rolle gerecht werdend, funktionieren sie, wie es die Umstände einfordern. Das mag nach zynisch bitterem Vorwurf klingen, spiegelt allerdings die allseits stattfindenden Schicksale wider!

Welch wohltuende Lichtblicke all derer, die den Normen, fragwürdigen Vorschriften kess entgegenblicken und sich verweigern, querdenkend andere Wege suchen, finden und couragiert begehen. So gar nicht im Sinne bestimmter Häscher, die da andere Pläne sich erdachten. Der Widerstandleistende etwa in den Fokus gewisser Verdachtsmomente gerückt, an den politischen Pranger gestellt, mit dem Finger auf ihn zu zeigen, um vor eigenen Schandtaten abzulenken? Dieses alte Muster der simpelsten aller Strategien weiterhin bis heute noch funktioniert?

Und schon geschehen wieder schreckliche Ereignisse, ziehen die Menschen in den Bann der ohnmächtigen Trauer, die dennoch perfide sich einreihen ins Puzzle der Ignoranz, der Intoleranz und dem fanatisch extremistischen Gedankengut in die Hände spielt. Bewußt etwa nachgeholfen oder einfach Geschwätz von Verschwörungstheoretikern?

Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo dazwischen. Vielleicht verträgt Mensch sie gar nicht in Gänze, wenn er alles wüßte, was real geschieht? Erneut das Grübeln und Fühlen sich abwechselnd, nahezu orientierungslos auf unbekannten Bahnen wandelnd gleitet. Lassen wir es zu, die Ideen, das Hinterfragen, das Trauern und Freuen, das Lieben und Reden, aber mitnichten den Haß, der schon so vieles zerstörte.

„Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.“ (Simone de Beauvoir)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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