Christdemokraten tun sich schwer mit der Frauenquote


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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Eigener Quotenbeschluß wird in Frage gestellt

Wen wundert’s wirklich, schließlich braucht man nur einen Blick in die Gepflogenheit der Katholischen Kirche werfen, dann wird ziemlich schnell klar, wo das Übel sich befindet. Frauen haben in Schlüsselpositionen gefälligst zurückzustecken, das entspricht dem weiterhin gängigen Patriarchat. Der Macker hat das Sagen, das Weib zu schweigen, eine völlig verfehlte Einstellung, die weltweit Frauen in etlichen Kulturen benachteiligt.

CDU-Bundestagsabgeordnete kritisieren Quotenbeschluss, wie der Spiegel berichtet. Kurz nach der Einführung einer verbindlichen Frauenquote macht sich vehemente Kritik breit. Der Hamburger CDU-Abgeordnete Christoph de Vries bemängelte, daß dadurch aktive, fleißige Amtsträger aus Quotengründen künftig verprellt werden. Derartige Köpfe unterliegen dem Herrschaftsprinzip des Mannes, der gefälligst das Sagen hat.

Der Eiertanz um die Frauenquote setzt sich fort

Dessen Paradebeispiel beschäftigt mal wieder den Deutschen Bundestag. Dabei verdeutlichen doch schon länger die anderen Parteien wie die Grünen, die Linken und selbst die Sozialdemokraten, daß es auch anders gehen kann. Endlich haben AKK und Gleichgesinnte innerhalb der CDU den Mut, die überfällige Frauenquote anzustoßen, prompt erfolgt jener klägliche Widerstand.

Die Feilscherei um jene Frauenquote ist tatsächlich ein deutliches Armutszeugnis, beweist die Schwäche des Mannes, der nicht wahrhaben will, daß weibliche Konkurrenz ihm das Wasser reichen kann. Eine vollkommen verfehlte Reaktion, die einmal mehr aufzeigt, wie kläglich das angeblich stärkere Geschlecht agiert. Mit Sachverstand und vor allem Respekt hat das mitnichten etwas zu tun.

Junge Union im Ländle legt sich ins Zeug

Das paßt auch hierbei zum Bild jener CDU, die gerade in Baden-Württemberg schon genug Unheil angerichtet hat, wer sich den langen politischen Wandel im Ländle vergegenwärtigt. Machogehabe soweit das Auge reicht. Rücksicht tendiert gen Null, ob in sozialen Fragen, in Umweltproblemen oder in wirtschaftlichen Entscheidungen. Stets obsiegt das Herrschaftsprinzip des Wohlhabenden, dem eine Unterschicht sich gefälligst unterzuordnen hat.

Das entspricht genau jener Mentalität, daß der Mann Herr im Haus die Hosen anhat. Basta. Der  Landesvorsitzende Philipp Bürkle betrachtet die Frauenquote als eine Diskussion aus dem vergangenen Jahrtausend. In anderen Worten, er möchte gegen sie ankämpfen, auch wenn die Junge Union im Bund einem Kompromiß zustimmt. Es bleibt abzuwarten, wie der Wahlparteitag Anfang Dezember in Stuttgart entscheiden wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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