Hauskatzen mal intensiver betrachtet


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Bild von utroja0 auf Pixabay

Beliebt, verpönt, verwildert und umgarnt

Der Mensch begann wahrscheinlich vor rund 135.000 Jahren den Wolf zum Haushund zu domestizieren, auch wenn diese Zahl nicht als gesichert gelten kann, jedoch die genetische Trennung zwischen Wolf und Hund allemal. Die Hauskatzen selbst, also die Gattung der Felis, begann sich vor ca. 3,4 Millionen Jahren herauszubilden, aber Homo sapiens konnte erst vor rund 10.000 Jahren sie als Haustier halten.

Als Vorfahren aller Katzen gilt bisherig der Proailurus, dessen Art, Proailurus lemanensis, in Frankreich nachgewiesen werden konnte, und zwar in alten Ablagerungen, die man auf 30 Millionen Jahre datiert. Der Proailurus hatte wohl eine Schulterhöhe von 38 cm, was größenmäßig einer Hauskatze viel eher näherkam als die vergleichsweise großen Raubkatzen.

Aber was  hat es mit den Hauskatzen auf sich, die Menschen in sämtlichen Kulturen beschäftigten? Die meist sehr beliebten Haustiere wurden einerseits hoch verehrt und umgarnt, denken wir ans alte Ägypten, andererseits verpönt und mißachtet, verbannt und gejagt. Völlig verwildert hatten sie sich dann durchzuschlagen.

Ein unbeugsamer Wille und doch ein Schmusetier – fragwürdige Rekorde

Wer mit Katzen zusammenlebt, kann es nur bestätigen: Mit ihnen kann man ganz viel spielen, sie knuddeln und streicheln, aber wenn sie absolut nicht wollen, dann helfen weder gutes Zureden noch andere Methoden, außer man bricht das Tier. Das steht hier mal jetzt nicht zur Diskussion, aber gern die wunderschöne Geschichte über den Versuch, einer Katze eine Pille geben zu wollen.

Jeder Hund ordnet sich unterwürfig ein, eine Katze bleibt stets ihr eigener Herr, wobei zwischen den Katzen und Katern noch ein gewisser Unterschied vorherrscht. Haben Sie mal Katzenkämpfe beobachtet und dabei das Vorspiel, bis sie beginnen? Bei den Katern wird viel markiert, vorgewarnt und gemächlich stolziert, ein langes Prozedere, ehe es zur Sache geht. Katzen verhalten sich wesentlich ruppiger, fackeln nicht lang. Das hat bestimmt auch ganz viel mit dem Mutterinstinkt zu tun.

Und was verursacht Mensch nicht alles, um selbst bei Katzen einiges verkehrt zu machen? Wenigstens stoppte das Guinness-Buch der Rekorde die Kategorie der schwersten Katze der Welt, aber erst nachdem der australische Kater namens Himmy mit 21,2 kg den Rekord erhielt. Bedenken wir, ein Kater wiegt durchschnittlich 4 bis 5 kg. Ein Besitzer meinte, er müsse seiner Katze Blackie 17,6 Millionen Euro vererben, fraglich nur, was die reichste Katze auf Erden davon wohl tatsächlich hat? Um noch einen Rekord zu benennen, laut Guinness-Buch der Rekorde ist die Katzendame Creme Puff die älteste Katze der Welt. Sie verstarb im Alter von 38 Jahren und 3 Tagen im August 2005.

Katzenplage letztlich eine Mär weil menschengemacht?

Eigentlich regelt die Natur alles von selbst, Tierplagen gehören einfach dazu. Heuschreckenschwärme richten sicherlich enormen Schaden an bis hin zu ganzen Ernteausfällen, doch gänzlich verhindern kann sie niemand. Und Katzenplagen? Bedenken wir, daß die Hauskatze die Nähe des Menschen sucht, also selbst eine streunende Katze nicht einfach in die Wildnis sich begibt. Deswegen machen Tierschützer immer wieder auf zu befürchtende Katzenplagen aufmerksam, die allerdings auch mit Kostensenkungen zusammenhängen, wenn die Gemeinden die dringend notwendigen Kastrationen nicht mehr bezuschussen. Vermeldete Katzenplagen letztlich eine Mär, weil menschengemacht initiiert?

Maru – der Karton-Kater

Jeder Katzenbesitzer und -liebhaber kennt die jeweiligen Eigenarten seiner liebgewonnenen Hausgenossen. Und jedes Tier ist ein Individuum, hat ganz eigene Ecken und Kanten, Vorlieben und Macken. Unabhängig davon, daß es in der Literatur jede Menge Berichte, Erzählungen und Romane über unsere vierbeinigen Stubentiger gibt, in der You-Tube-Welt sollte jeder Katzenliebhaber, oder wer es auch gern werden möchte, mal einen Blick auf Maru werfen. In dem vorliegenden Filmchen gibt es lediglich eine kurze Zusammenfassung seiner speziellen Eigenarten. Empfehlenswert sind die vielen Beiträge mit den Kartons.

„Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun.“  (Kurt Tucholsky)

„Hunde kommen, wenn man sie ruft. Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis und kommen eventuell später darauf zurück.“  (Mary Bly)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

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