Zukunftsprognosen überlebenswichtig


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Trübe Aussichten mit verhaltenem Optimismus

Jede Generation hatte ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie sie ihr Leben zu gestalten gedachte, wobei sie sich natürlich danach orientierte, was die „Alten“ so trieben, um ja nicht ins selbe Fahrwasser zu gelangen.

Ob die Studentenrevolten der Sechziger Jahre, das Umweltbewußtsein der Siebziger Jahre, um anhand dieser Orientierungen den Sog einer heranwachsenden Jugend zu verdeutlichen, die staunend die Welt beginnt zu begreifen, all das wird vom Blick in die Zukunft begleitet, die niemand ernsthaft vorherbestimmen kann, auch wenn trübe Aussichten mit verhaltenem Optimismus vorherrschen. War das nicht immer schon so, daß oftmals eine gewisse Endzeitstimmung alle Generationen begleitete?

Prinzip Hoffnung als Garant zum Überleben

Als die Welt, eingeteilt in Ost und West, bis an die Zähne bewaffnet, atomar hervorragend aufgestellt und mit dem Finger am Roten Knopf den Atem anhielt, ganz besonders in der Zeit zum NATO-Doppelbeschluß, der letztlich scheiterte, aus dem eine weltweite Friedensbewegung hervorging, da mußte ebenso die junge Generation äußerst ängstlich und somit sorgenvoll in eine Zukunft blicken, die einen Atomkrieg bedeuten könnte.

Dennoch bewältigte sie diese Bedrohung irgendwie, wobei deutlich sichtbare Spuren hinterlassen wurden, auch wenn das gern kleingeredet wird. Nicht zufällig fühlten sich politische Extremisten darin bestätigt, die weltpolitischen Zusammenhänge für ihre eigenen Standpunkte sich zurechtzulegen, was wiederum Terrorzellen hervorbrachte bis hin zum bevorstehenden Fallen des Eisernen Vorhangs nach der Überwindung der Fronten mit dem Mauerfall – mitten in Deutschland vollzog sich ein weltpolitischer Wandel, dessen Folgen bis heute uns beschäftigen. Junge Menschen mußten sich sehr schnell umorientieren, wobei sie zwangsläufig in dieses häßliche vorurteilsbehaftete Ost-West-Denken gerieten, was wiederum die eigene Zukunft nicht gerade begünstigte.

Aber Hoffnung bestand immer. Und so bewahrheitet sich aus der historischen Erfahrung dieses Prinzip, welches schon Ernst Bloch betonte mit der von ihm zitierten Parole aus den Bauernkriegen 1525 in Deutschland, in der es lautete: „Geschlagen ziehen wir nach Haus – unsere Enkel fechtens besser aus.“ Dieses philosophische Prinzip der Hoffnung als Strohhalm, an dem auch Zukünftige sich klammern mögen, ein Garant zum Überleben? Selbstverständlich braucht Mensch einen solchen Ausweg, um nicht gänzlich an den zunehmenden, lebensbedrohlichen Problemen zu scheitern.

Optimismus rechtfertigt sich dennoch trotz dramatischer Entwicklung

Jeden Tag haben wir es selbst in der Hand, unser Leben mit sämtlichen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu gestalten. Während der eine das Gesamtwohl der Gesellschaft im Auge hat und der andere seine eigenen Pfründe selbstherrlich rafft, entscheidet sich stets, inwieweit die Waagschale sich in die eine oder andere Richtung senkt: Aufbau oder Zerstörung, Gutes oder Böses, Frieden oder Krieg.

Trotz der nach wie vor anhaltenden, weltweit dramatischen Entwicklung, was den Raubbau der Ressourcen anbelangt, zerstörerisch menschliches Verhalten sich selbst, anderen und Mutter Erde gegenüber, bleibt all jenen, die längst solche Zusammenhänge verinnerlicht haben und entsprechend behutsam agieren, nichts anderes übrig, als Optimismus an den Tag zu legen. Jene Menschen befinden sich immer noch in der Minderheit, was aber nicht gleich bedeutet, daß eine schweigende, zurückhaltend verharrende Mehrheit sich berufen fühlen darf, genau den selbstherrlichen Demagogen zu folgen. Es gilt daher, diesen Menschen die Augen zu öffnen, damit der berechtigte Optimismus sich auch in der Zukunft entfalten kann, bevor gänzlich Zerstörungsgewalt jedwede Hoffnung zunichtemacht.

Wer möchte, darf aus realer Welt gern mal für einige Augenblicke in John Ronald Reuel Tolkiens „The Lord of the Rings“ tauchen, in der ebenso ein Kampf zwischen Gut und Böse stattfindet, der zunächst aussichtslos erscheint. Nehmen wir genau diese Kraft mit hinein in unsere Wirklichkeit, trotzen den brutalen Herausforderungen, die unser Leben bedrohen, lassen nicht zu, daß einige Wenige über zig Millionen Menschen verfügen und herrschen, um sich selbst nonstop zu bereichern, während das Leid ständig weiter anhält. Wir selbst haben unsere Zukunft in der Hand, außer wir lassen uns Fremdbestimmen, geben uns auf!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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