Weltpolitik weiterhin auf dem Prüfstand


China versus Indien spitzt sich zu

Als ob es nicht schon genügend Spannungsherde auf Mutter Erde gäbe, denken wir an den neuentflammten kalten Krieg, an den Handelskrieg zwischen den USA und der VR China, an den gesamten Nahen und Mittleren Osten, an die Kriege in Afrika, an zunehmende Probleme in Süd- und Mittelamerika. Zwischendrin ein friedliches Europa, welches den Supermächten ausgesetzt verharrt. Die Prügelei zwischen Atommächten wie China und Indien sorgen für zusätzliche Sorgen.

Dabei betreffen Geopolitik und Nationalismus nicht nur die beide Kontrahenten, sondern nahezu fast alle Konflikte. Mensch etwa nichts aus eigener leidvoller Geschichte gelernt? Wer das meint, schätzt die Lage durchaus richtig ein. Im Fokus sämtlicher Erwägungen spielen stets eigene Vorteile die zentrale Rolle, Krieg und Elend werden wie seit jeher daher in Kauf genommen.

Zwei völlig ungleiche Gegner?

Betrachtet man die offensichtlichen Verhältnisse, mag man davon zunächst mal ausgehen. 20 Millionen Menschen weniger drängen sich auf dem Indischen Subkontinent, dem siebtgrößten Land der Erde mit rund 3,3 Millionen km² Gesamtfläche, die VR China hingegen als viertgrößter Staat mit ca. 9,6 Millionen km² mit rund 1,4 Milliarden Menschen eine wesentlich geringere Bevölkerungsdichte aufweist. Während China autokratisch regiert wird, ist die Regierungsform der Republik Indien eine Parlamentarische Demokratie.

Indien zählt nicht zum Atomwaffensperrvertrag, ist seit 1974 offizielle Atommacht, gesicherte Erkenntnisse über aktive atomare Sprengköpfe sind nicht vorhanden. Dabei verfügt China über wesentlich mehr Nuklearkraft und die größte Heeresmacht weltweit. Dennoch wäre ein entflammter Krieg mitten in Asien alles andere als ungefährlich!

Sipri-Bericht wies bereits mehrfach auf Mißstände hin

Wie wir vor gut zwei Jahren berichteten, zu viele ungelöste Konflikte bringen militärische Szenarien auf den Plan. Die jüngste kurze Eskalation per Fäuste und Eisenstangen mag noch so stattgefunden haben. Sollten diplomatische Lösungen im Hintergrund sich verzögern oder gar aussetzen, könnten schneller Waffen  eingesetzt werden, als der Weltgemeinschaft recht sein darf.

Premierminister Narendra Modi sieht sich bestimmt genötigt, Stärke an den Tag zu legen, sollte Staatspräsident Xi Jinping ihn weiterhin an der Nase herumführen. Das kleinere Indien hat im Gegensatz zur VR China die USA an der Seite, auch Putin traut Indien mehr zu. Ein zündelnder Kim Jong-un trägt nicht gerade zur Entspannungspolitik in Asien bei.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu Weltpolitik weiterhin auf dem Prüfstand

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Zwei so große Länder mit Milliardenbevölkerung sind ja schon natürliche Gegner, wenn es um Ressourcen und Nahrungsmittel geht!

    Gefällt 1 Person

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