Corona-App entfacht viel Diskussionsstoff in den Social Media


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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Zwischen Skepsis und blindem Gehorsam

Die Bundesregierung ist an allem Schuld, besonders die Frau Merkel, warum also diese Corona-App aufs Smartphone laden, damit der Staat uns einfach aushorcht? Solche Überlegungen machen in den Social Media die Runde, besonders Verschwörungstheoretiker, die Neue Rechte nebst der Querfront und jenem Widerstand 2020 haben erneut „Futter“, um sich entsprechend auszutoben.

Dabei könnte es wesentlich unaufgeregter vonstattengehen, wenn jene Skeptiker sich mal die Sachlage genauer zu Gemüte führen. Was lange währt, wird endlich App, faßt die Zeit in ihrem Artikel zusammen, dabei wird ziemlich detailliert nüchtern beschrieben, wie sie funktioniert, welchen Sinn sie inne hat. Kritische Stimmen bleiben unerwähnt, zumal das Ganze ohnehin auf Freiwilligkeit beruht.

Haufenweise Apps auf Smartphones – die Corona-App etwa doch eine Gefahr?

Jeder Facebook-Nutzer und Smartphone-Besitzer ist per se gläsern. Punkt. Was soll diese zahlreiche Aufregung in den sozialen Medien? Sicherlich, die Angst vorm Aushorchen eigener Privatsphäre sitzt ziemlich tief, außer Frage, vollkommen berechtigt, zumal eine NSA bis in den Deutschen Bundestag hinein dreist die Kanzlerin ausspionierte.

Doch in Zeiten einer Seuche mögen andere Erwägungen wichtiger sein. Vor allem die Freiwilligkeit jener App signalisiert, daß jeder Smartphone-Nutzer nicht einfach übergangen wird. Bluthochdruck wieder runterfahren, Sie sind daher nicht betroffen, wenn Sie diese App nicht wollen. So what?!

Kosten-Nutzen-Vergleich mag ins Hintertreffen gelangen

Der eingangs beschriebene Shitstorm könnte sich rächen, am Ende scheitert die sinnige Idee jener Corona-App am Willen der Bevölkerung, wenn die meisten sie ablehnen. Denn nur dann, wenn genügend bereit sind, sie anzuwenden, greift das Frühwarnsystem jener App.

Man kann sie ohne weiteres mit der Vorsichtsmaßnahme des Mund- und Nasenschutzes vergleichen. Tragen sie alle, verringert sich erheblich das Risiko der Ansteckung. Warum sich und andere nicht per technische Hilfestellung wie der Corona-App effektiver schützen? Der Einwand von Verbraucherschützern, die den indirekten Nutzerzwang fürchten, hat durchaus seine Berechtigung. Es bleibt abzuwarten, wie sich jene Maßnahme entwickelt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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2 Antworten zu Corona-App entfacht viel Diskussionsstoff in den Social Media

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Ich versuche das mal analog anzugehen, denn mir wird gerne vorgehalten, in der digitalen Welt zu freigiebig mit meinen Daten zu sein. Nun soll ich auf einmal meinem Handy Daten meiner möglichen Krankheiten anvertrauen, damit man anhand der anonymen Daten eine, dann ja ebenfalls anonyme Infektionskette nachverfolgen kann. Klingt für mich etwas unlogisch…

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    • Meinungs-Lemming schreibt:

      Ich verstand es so: Man trägt 14 Tage den Virus, ehe man die Symptome bemerkt und sich testen lässt. In dieser Zeit ist man ansteckend.
      Habe ich nun jemanden 10 Tage nach Erkrankung infiziert (ich habe ja keine Symptome und verkehre mit Leuten), werde vier Tage danach richtig krank und bekomme weitere vier Tage später den Befund, ich hätte den Virus -> bekommt derjenige über die App 4+4 = 8 Tage nach Infektion eine Warnung. Wenn derjenige jetzt reagiert und seine soziale Interaktion etwas runterfährt (er muss ja nicht gleich zum Arzt oder völlig in die Quarantäne. Vielleicht hat er den Virus auch garnicht. Aber zumindest deutlich herunterfahren), haben wir immerhin 6 Tage gewonnen. In 6 Tagen kann man sonst schon so einige Menschen infizieren, wenn man nicht achtsam ist. Lass es 3 Tage sein, lass es 8 Tage sein. Dass man Leute ansteckt, ohne selbst zu wissen, dass man den Virus in sich trägt, macht das alles ja so tückisch.

      Das ist so die Funktionsweise, wie ich sie verstehe. Die App als ein Baustein.

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