Rassismus schon lange ein globales Problem


Mit dem Tod von George Floyd endlich echte Lösungen in Sicht?

Wer einen Blick zur Apartheidsgeschichte Südafrikas riskiert, der weiß, daß selbst ein dermaßen couragierter Nelson Mandela leider nicht einen latent vorhandenen Rassismus vor Ort beenden konnte. Der Werdegang jener weltweiten Geißel der Menschheit hält uns allesamt weiter auf Trapp, zu viele meinen, sie müßten ihren abgrundtiefen Haß ausleben bis hin zu US-amerikanischen Polizisten.

Erneut war ein Afroamerikaner betroffen, vier Polizisten töteten ziemlich unerschrocken George Floyd auf offener Straße, täglich grüßt der Rassismus in den USA, aber auch weltweit. Unweigerlich stellt sich beherzten Menschen die Frage, woran das liegt, immer noch kein Ende absehbar ist.

Viele Demos in Deutschland gegen Rassismus

Aber auch weltweit und dies trotz der Covid-19-Ansteckungsgefahr. Hierzulande schaute die Polizei nicht so genau hin, ob die Auflagen erfüllt wurden, was die Personenzahl anbelangt, solidarisierten sich etliche Beamte mit den Demonstranten, zeigten Anteilnahme an der berechtigen Forderung, rassistische Übergriffe erst gar nicht zuzulassen. Dennoch wurden Wasserwerfer in Hamburg eingesetzt, in Berlin Festnahmen durchgeführt. Kein Wunder, auch hierzulande sind Provokateure unterwegs.

„Keine Gerechtigkeit, kein Frieden“ war der Slogan in Paris, in Neapel traf man sich vor dem US-amerikanischen Konsulat, an die 20.000 Menschen demonstrierten in Sydney, Tausende kamen in London zusammen, trotz offiziellem Verbot.

Der Historiker Eddie Glaude äußerte sich zu den US-Unruhen

Beim Spiegel in einem Interview, welches Marc Pitzke mit ihm in New York führte. Kann man tatsächlich von einem „Todesröcheln eines sterbenden Amerikas“ reden? Ohne weiteres, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre sich vor Augen führt. Gerade mit jenem narzißtischen Donald Trump stellte die einstmals größte Nation ihre Unfähigkeit unter Beweis.

Dabei möchte man Eddie Glaude gleichwohl korrigieren, es läge nur am US-amerikanischen System, daß eine enorme Ungleichheit hervorgebracht habe, uns alle zu selbstsüchtigen Menschen gemacht, die sich nur um Wettbewerb und Rivalität kümmern. Das gilt ebenso für die gesamte westliche Welt, hat sich insofern überall durchgesetzt. Eben weil alle gen USA geschaut hatten, kupferten sie dessen Wirtschaftsdiktat ab. Das rächt sich auf vielen Ebenen bis hin zum Rassismus, den man auch hierzulande deutlich zu spüren bekommt, explizit mittels jener Neuen Rechten!

Eine wirksame Lösung wäre die endgültige weltweite Ächtung jeglichen Rassismus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Eine Antwort zu Rassismus schon lange ein globales Problem

  1. Ronald Schubert schreibt:

    No justice – no peace! ist eine Schöpfung aus den USA, eine Drohung, die unter Trump allerdings wirkungslos ist, denn selbst wenn der wollte, lassen sich hunderte von Jahren Rassismus nicht mit Ansage oder einem Gesetz aus dem Erbgut der USA bekommen, denn das System dort kennt es nicht anders.

    Gefällt 1 Person

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