Und täglich grüßt der Rassismus in den USA


Chancen auf Besserungen in Sicht?

Wieder trendet #blacklivesmatter, wie jetzt, Partner der Süddeutschen, jüngst berichtet, nachdem mit George Floyd erneut ein Schwarzer Zivilist in den USA von Polizisten getötet wurde. Das Video wurde vielfach in sozialen Medien gezeigt, trotz mehrfacher Aufforderungen anwesender Passanten ließen die weißen Polizisten nicht von George Floyd ab, Minuten Später erstickte er. Ein grausamer Mord mitten in Minneapolis im Norden der USA des Bundesstaates Minnesota, der an Kanada grenzt.

Dabei waren es doch in der Vergangenheit die Nordstaaten, die schon früh begonnen hatten, Sklaverei abzuschaffen, Demokratie und Liberalismus eher hochzuhalten im Gegensatz zum rauhen Süden der Neuen Welt. Dennoch setzten weiße Politiker und etliche Einflüsse aus Finanz und Wirtschaft alles daran, den latent vorhandenen Rassismus köcheln zu lassen.

Polizeigewalt täglich spür- und sichtbar

„Der Terror, den wir erfahren, ist real“, schildert der Bürgerrechtler Jordan Thompson im Interview mit bento, der dramatische Mord an George Floyd erinnere ihn an Eric Garners Ende, der 2014 unter genau den gleichen Umständen per exzessiver Polizeibrutalität ums Leben kam, staatliche Gewalt sei für schwarze Amerikaner allgegenwärtig.

In Zeiten von Martin Luther King hatten viele noch Hoffnung, es würde sich in den USA entscheidendes ändern, zuletzt noch während der Präsidentschaft von Obama. Doch spätestens Ende der 1970er Jahre verschlechterten sich die Lebensbedingungen der Afroamerikaner im Land,  obendrein fiel der US-Gesetzgebung nichts Besseres ein, als mit dem Three-strikes-law auf Abschreckung zu bauen, was schließlich zu einer Vervierfachung der Afroamerikaner in Haft führte. Bei der Bildung setzte sich das Gegenteil durch, die Zahl der Collegeabsolventen sank erheblich.

Mit Love and Peace haben solche Verbrechen nichts gemein

Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, im wahrsten Sinn des Wortes. Eine Nation, die für sich den Anspruch erhebt, westliche Werte weltweit hochzuhalten, Freiheit zu glorifizieren, die in Wirklichkeit dem weißen Mann dient. Rassismus ist in den USA an der Tagesordnung, unvergessen auch gegen asiatische oder mexikanische Amerikaner, der brutale Völkermord gegen Indianer in der Neuen Welt.

Da möchte man kurzfristig in Erinnerung schwelgen, was den Film Der Club der singenden Metzger anbelangt. Dort obsiegte die Vernunft, die Menschlichkeit, die eben keinen Rassismus duldeten. Leider bestätigen Ausnahmen die Regel. Mit einem Donald Trump wurde erst recht die Tür des Rassismus weit aufgestoßen, so daß noch mehr solche Verbrechen in den USA zu befürchten sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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