Bolsonaros Entgleisungen sprechen Bände


Südamerikanischer Faschismus auf dem Vormarsch

Dabei offenbart sich neben eindeutiger Körpersprache, Gestik und Mimik gleichwohl der direkte Sprachaustausch in der Öffentlichkeit, die Dreistigkeit eines diktatorischen Herrschers par excellence, die jenes brasilianische Staatsoberhaupt an den Tag legt, ohne jedwede Scheuklappen seinen Rassismus und die Sympathie zur ehemaligen Militärdiktatur auslebend.

Präsident Jair Bolsonaro entgleist verbal, die Welt schaut einfach zu und läßt ihn kommentarlos gewähren, ein Donald Trump hegt eher freundschaftliche Kontakte zu diesem, anstatt dessen umweltverbrecherischen Entgleisungen zu rügen. Verwundern mag dies mitnichten, die massive Amazonas-Regenwald Zerstörung trotz Klimastreiks wurde unter seiner Fuchtel erst recht fortgesetzt.

Verdoppelung der Amazonas-Regenwaldrodung

Ein Anstieg von 85 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor verzeichnen die Rodungen im Jahr 2019. Dies entspricht einer Fläche von zehn Mal Berlin, wer in der deutschen Hauptstadt gelebt hat, weiß, welche Größe dies folglich sein muß. Ausgerechnet in Zeiten, wo ohnehin völlig berechtigt auf den wertvollen Baumbestand der globalen Lunge im Amazonas stets hingewiesen wird.

Doch das weltpolitische Parkett läßt jene Verbrechen wider Natur und Menschheit einfach zu. Als ob dies noch nicht genug wäre, erdreistet sich Jair Bolsonaro obendrein, die Corona-Krise auszunutzen, um Umweltvorschriften erst recht zu lockern, wie Greta Thunberg völlig berechtigt anmahnt.

Lateinamerika driftet nach rechts

Trotz jener grausamen Vergangenheit. Das kann und muß man nicht verstehen, sondern zeigt gleichzeitig, wie unerschrocken die weltpolitische Lage solche Entwicklungen immer noch duldet. Die Neue Zürcher Zeitung thematisierte jenes unfaßbare Phänomen im Spätherbst des letzten Jahres, vor allem mit dem deutlichen Hinweis bevorstehender Wahlen sowohl in Peru als auch Venezuela in 2020.

Solange jene Verstrickungen bis weit hinein in finanzpolitische Verantwortung reichen, wird sich dieser Rechtsruck kaum bis gar nicht aufhalten lassen, sondern ganz im Gegenteil fleißig gefördert, zum Leidwesen der Bevölkerung vor Ort, der Umwelt und somit auch gegen die westlich-europäische Wertegemeinschaft, die sich den berechtigten Vorwurf gefallen lassen muß, zu wenig Humanismus als auch Umwelt- sowie Naturschutz einzufordern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Bolsonaros Entgleisungen sprechen Bände

  1. Ronald Schubert schreibt:

    In die USA dürfen ja keine Brasilianer mehr und wenn sie Autobahnen in Richtung Polen bauen, ist alles klar, 😉

    Gefällt 1 Person

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