Corona-Krise längst nicht überstanden


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Leichtsinn macht sich breit

Dabei sollte man zugleich vorneweg ganz besonders Rechtsradikale als auch die Querfront-Bewegung scharf angehen, denen nichts Besseres einfällt, als das Virus zu verharmlosen. Obendrein sorgt ein US-Präsident gleichwohl für Verunsicherung, lenkt von eigenen Verfehlungen ab, um die Gefahr des Coronavirus der Lächerlichkeit preiszugeben.

Nur allzu verständlich, daß die Bundeskanzlerin sich über „Öffnungsdiskussions-Orgien“ ärgert, die sind alles andere als zielführend, sorgen vehement für zusätzlich leichtsinniges Verhalten. Anstatt die Menschen sich mal verdeutlichen, daß nicht grundlos Deutschland noch eine wesentlich geringere Todesrate als manch andere europäischen Nachbarn verzeichnet, werden die verordneten Maßnahmen mal wieder in Frage gestellt.

Doch das hilft keineswegs aus der Krise, ganz im Gegenteil, es kann ziemlich schnell die sich abflachende Infizierungskurve wieder nach oben treiben, was wirklich niemand gebrauchen dürfte. Klammern wir mal diejenigen aus, die unbelehrbar den Verheißungen jener Skeptiker auf den Leim gehen, das bringt ohnehin nichts. Wer Verschwörungstheorien bedingungslos hinterherhechelt, dem kann man sowieso nicht mehr helfen. Da ist dann Hopfen und Malz verloren.

Bereits am 30. April steht der nächste Termin an, wenn Frau Merkel, Bund und Länder über weitere Schritte verhandeln. Unterlassen dabei etliche gebotene Regeln, die bisher im Sinne aller gut befolgt wurden, wäre dies ein dramatischer Rückschlag, würde die sogenannte Reproduktionszahl wieder ansteigen, je weiter sie unter 1,0 sinkt, umso besser. Bereits bei einem Anstieg auf 1,1 würde unser Gesundheitssystem im Oktober seine Leistungsgrenze erreichen.

Das kann und darf es daher nicht sein, daß eine Minderheit die Mehrheit unserer Bevölkerung durch leichtsinniges oder gar ignorantes Verhalten gefährdet. Das ist das Gebot der Stunde! Jener fatale Egoismus, den ganz besonders vorneweg ein Donald Trump mittels seines Verhaltens zur Schau stellt, kostet am Ende etliche Menschenleben. Eine tragische Entwicklung, die durch nichts zu rechtfertigen ist.

Selbstverständlich gilt weiterhin, Rücksichtslosigkeit die rote Karte zu zeigen. Dabei sollte man allerdings wesentlich strenger vorgehen, die Bußgelder sind ganz offensichtlich noch viel zu gering, leider dürfen jene boshaften Ignoranten weiterhin mit Fake News Menschen verunsichern, die dann selber leichtsinnig sich und andere in Gefahr bringen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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