Corona-Krise entpuppt sich als dramatische Herausforderung


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Paul Robert Vogts Vorwürfe wiegen schwer

Während die Bundesregierung sich von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina beraten läßt, wie man vorgehen sollte bei einer möglichen Normalisierung zurück ins öffentliche Leben, wenn die Infektionen auf niedrigem Niveau sich stabilisieren, möchten etliche sicherheitshalber lieber eine Fortsetzung bisheriger Maßnahmen. Diese Befürchtungen sind keineswegs unberechtigt, man bedenke dabei, es war Leopoldina, die 1.300 Kliniken für überflüssig hielten.

Eines hat die verantwortliche Politik tatsächlich gut hinbekommen, die konsequent rasche Umsetzung, wenigstens vor den Osterferien, bevor noch dramatischere Folgen uns alle belastet hätten. Dennoch erhebt Professor Paul Robert Vogt, Schweizer Chirurg und Hochschullehrer, schwere Vorwürfe gen Westen, „Dummes China-Bashing soll eigene Fehler vertuschen“.

Chronologie der Verfehlungen offenbart viel Ignoranz

Mit Blick zur Liste der chronologisch aufgezählten Mißstände kommt man nicht umhin, kritisch anzumahnen und zu hinterfragen, wieso Europa und die USA dermaßen blauäugig und leichtsinnig die harten Fakten ignorieren konnten. Politik und Medien zu selbstsicher einander verpflichtet in der Rolle des Abwartens?

Einerseits wurde im Anschluß wenigstens zügig gehandelt, als die Entwicklung der Pandemie sehr offensichtlich sichtbar wurde, zum anderen setzten Rechtsradikale und Verschwörungstheoretiker noch einen drauf, indem sie entweder die steigenden Infektionszahlen der Lächerlichkeit preisgaben oder behaupteten, ein Polizeistaat würde entstehen.

Augenmaß allein reicht nicht, hört besser auf Menschen wie Paul Robert Vogt

Es macht wenig Sinn, im Hier und Jetzt auf harten Vorwürfen zu beharren. Besser die richtigen Schlüsse ziehen, was allerdings Einsicht voraussetzt. Paul Roberts Ermahnungen liegen auf dem Tisch, sollten ziemlich ernst genommen werden, ganz besonders in dieser Situation, in der wir uns befinden. Von einer Entwarnung kann daher gar keine Rede sein.

Die Bundeskanzlerin sowie die Regierung täten gut daran, weiterhin sehr gewissenhaft zu handeln, vor allem sich nicht von voreiligen Ratschlägen eines Friedrich Merz oder Armin Laschet verrückt machen zu lassen. Hoffen wir das Beste, lernen aus Fehlern und Schwächen, diese Krise belastet uns alle schon schwer genug.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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3 Antworten zu Corona-Krise entpuppt sich als dramatische Herausforderung

  1. Trebon schreibt:

    Eine Seite die sich Querdenker nennt mach auf Mitläufer, peinlich.

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    • hraban57 schreibt:

      Wie hätten Sie’s denn gern? Mit einer dermaßen hohen Rechtschreibfehlerquote wie Sie? Das wäre in der Tat peinlich. Kritisches Denken bedingt eben nicht, alles zu negieren, was nachvollziehbar Sinn macht.

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  2. rottweilistueberall schreibt:

    Ich finde schon auch, dass weitere Vorsicht geboten ist. Aber mit Augenmaß. Wenn selbst von Kleinkindern social distancing erwartet wird, finde ich, geht das zu weit. Es gibt auch eine emotionale und soziale Komponente, die es zu schützen gilt. Wir wollen keine frühtraumatisierte Generation. Im Übrigen ist jedes Bashing unangebracht, auch das der hiesigen Regierung. Niemand, auch kein Minister hat so was kommen sehen. Wir haben einfach keine Erfahrung damit. Und China ist ja nun nicht für seine Transparenz bekannt. Ich finde, es agieren alle durchaus vernünftig. Bis auf diesen Clown im Weißen Haus, der völlig bescheuert im Viereck umeinanderspringt. Ich verstehe noch immer nicht, wie der so gut ankommen kann.
    https://beatekalmbach.home.blog/corona/
    Eine Art Tagebuch

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