Blaumeisen sterben an hochansteckender Infektionskrankheit


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Rheinland-Pfalz, Mittelhessen und westliches Thüringen betroffen

Der Naturschutzbund berichtet von mysteriösem Meisensterben, empfiehlt, kranke und tote Blaumeisen zu melden. Bereits im März seien in etlichen Gärten Blaumeisen gemeldet worden, die krank wirkten und rasch verstorben sein sollen. In manchen Fällen waren gleichwohl Kohlmeisen als auch andere Singvögel betroffen.

Laut NABU passen die Krankheitssymptome zu keinen bekannten Vogelkrankheiten, die durch Trichomoniasis, das Usutu-Virus oder dem neuen West-Nil-Virus hervorgerufen werden. Insofern guter Rat teuer, eine fieberhafte Suche nach dem verursachenden Erreger hat längst begonnen.

NABU bittet eindringlich um Meldung

Im hier oben aufgeführten Link zum Naturschutzbund erbittet der Verein, Gartenvogelbestände zu zählen, Fotos betroffener Vögel oder gar tote Vögel selbst einzusenden.

Das macht durchaus Sinn, weil dann Wissenschaftler und Ornithologen sich einen umfassenden Überblick verschaffen können, obendrein die Folgen der offensichtlichen Viruserkrankung effektiver einzugrenzen und zu analysieren sind. Es wird im Zusammenhang zu häufigen Fundorten, nämlich Vogelfutterstellen, inzwischen davon abgeraten, sicherheitshalber kein Futter oder Wasser mehr anzubieten.

Spekulationen über das Corona-Virus als Ursache

Natürlich sollte man sämtliche Optionen in Betracht ziehen. Doch solche Überlegungen sind viel zu verfrüht und obendrein spekulativ. Zumal es neben den oben aufgeführten Virenstämmen noch etliche andere gibt, auch der viel zu kalte März mit eine Rolle spielen könnte.

Aber hochansteckend scheint der Erreger allemal zu sein, was bis zu fünf tote Meisen in manchen Gärten veranschaulicht. Wollen wir mal hoffen, daß schnellstmöglich die Ursache gefunden wird, schließlich leidet die Vogelwelt schon überdeutlich am Insektensterben, was die Politik ohnehin einfach grob fahrlässig ignoriert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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4 Antworten zu Blaumeisen sterben an hochansteckender Infektionskrankheit

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Danke für den Beitrag! Ich habe zwar bemerkt, dass es weniger Singvögel gibt, aber ich wußte nicht warum und dachte eher an Klima und damit verbundenen Nahrungsmangel.

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  2. Tobias Hornig schreibt:

    Der viel zu kalte März? War bisher in den Medien gar kein Thema. Interessant, vielen Dank.

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    • hraban57 schreibt:

      Der Deutsche Wetterdienst spricht eher von einem sehr milden März. Naja, ist wohl regional unterschiedlich, NRW war mit etwa 70 l/m² (71 l/m²) das zweitniederschlagsreichste Bundesland im März, in Mecklenburg-Vorpommern sanken vielfach die Temperaturen im letzten Märzdrittel deutlich tiefer als im ganzen Winter. In Thüringen sank die Tiefsttemperatur sogar vom 23. bis 25. März auf -10°C.

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  3. Maria Paukner schreibt:

    Strahlungs-Überforderung?

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