Corona-Krise erzwingt Systemwechsel?


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Alles vorhanden, von der Verschwörung bis hin zu realen Szenarien

Mutmaßungen kursieren weltweit in den Medien, im Internet, in Straßencafés und Kneipen wohl eher nicht mehr, selbst Schweden verläßt seinen Sonderweg. Das Coronavirus fordert seinen nüchternen Tribut, nimmt so gar keine Rücksicht selbst auf unfähige Trumps, Bolsonaros, Johnsons oder Putins, ein unsichtbares Wesen mit verheerenden Folgen offenbart der Menschheit, schnellstmöglich umzudenken. Doch folgt sie jenem Druck auch entsprechend weise?

Kaum möglich in Zeiten des Neoliberalismus, wo der Globalismus die Welt der Finanzströme lenkt, Großkonzerne in jener Krise weiterhin profitieren wollen, rücksichtslos, menschenverachtend. Die Fratze jenes Mammons zeigt immer noch ihren bösartigen Kern, weit entfernt von jeglichem Humanismus, hin zum Raubtierkapitalismus.

Dabei steigen die Zahlen der Infizierten, der Toten, von inoffiziellen mal ganz zu schweigen oder den getürkten Meldungen je nach Regierungsstil in manch fragwürdigen Ländern. Die Wahrheit kommt trotzdem ans Licht, weil Tote sich nicht einfach mir nichts dir nichts in Luft auflösen, Mensch seine Umgebung stets beobachtet.

Hoffnung auf weitreichende Einsicht danach?

Man wird ja wohl noch träumen dürfen von geschönten Luftschlössern. Aber mal Hand aufs Herz, werfen Sie mal einen Blick in die Geschichtsbücher, ob Mensch nach Kriegen, Elend oder Krisen real einen Systemwechsel vorgenommen hat. In der Regel eben nicht. Mensch somit ein Gewohnheitstier? Erstens weit entfernt vom Tier, zweitens hätte unsere Spezies sich mit einer solchen Einstellung niemals weiterentwickelt.

Woran scheitert es denn dann? Mulmig und völlig zu Recht blicken wache Zeitgeister gen Verschwörungstheoretiker und vor allem Rechtsradikale, die am liebsten die Corona-Krise für ihre Zwecke mißbrauchen wollen. Scheitert wenigstens hierzulande und in weiten Teilen Europas, wenn auch punktuell sie frohlocken dürfen, siehe Polen, Tschechien oder gar Ungarn.

Ein Grund mehr, zusammenzurücken, oder? Mitnichten die alten Systeme fortzusetzen, das sollte inzwischen deutlich geworden sein, somit Sozialabbau, Überreichtum, Umweltzerstörung und Rüstungswettlauf. Es gilt, jene Entwicklung zu stoppen. Eine unzufriedene Bevölkerung, Verelendung und immerwährende Geldgier treibt ihr zerstörerisches Werk, rücksichts- und schonungslos.

Dabei könnte es so simpel sein, einfach mal für echte Gerechtigkeit, soziale Ausgewogenheit sorgen, weg vom Rüstungswahn, wieder hin zu einer Politik, die nicht nur vom Frieden, Menschenrechten schwafelt, sondern all das auch in Taten umsetzt. Das Coronavirus bleibt von solchen Erwägungen unbeeindruckt, aber Mensch hätte wesentlich mehr Trümpfe in den Händen, solche Krisen zu überstehen, würde er sich seiner eigentlichen Aufgabe widmen, den Respekt vorm Leben, allumfassend.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Eine Antwort zu Corona-Krise erzwingt Systemwechsel?

  1. I.W. schreibt:

    Hab einen 15 Jahre alten Twingo, sperre die Autotüre noch mit einem Autoschlüssel auf, außer elektrische Fensterheber kein sonstiger Firlefanz Luxus. Ich kann damit, weil die Rückbank 2x umklappbar ist, super viel transportieren. Solche guten Autos werden nicht gebaut, die Nachfolger sind echte Verschlimmbesserungen, aber „smart“.

    Meine Forderung: Schafft all diese großkarossigen Vehikels ab, die SUVs, die über elektrifizierten „smarten“ Monster. Macht kleinere stabile nicht rostende, auf Basics reduzierte recycelfähige Autos, begrenzt die Geschwindigkeit wie bereits fast überall weltweit, auf 80 auf Landstraßen und 110 auf den Autobahnen (das bringt in die Bevölkerung Entspannung), oder schafft ein super öffentliches Transportnetz! Der Markt wird es nämlich niemals richten, egal in welchem Bereich, nur staatliche Grenzsetzung und Vorgaben werden dem menschlichen Irrsinn Einhalt gebieten können.

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