Vor der Fabrik


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Schon am großen Eisentor
roch es nach Metall,
sommers wie winters,
nach einem Regenguß
haftete der gräßliche Geruch
noch lange an der Kleidung,
in der Nase, auf den Zähnen.

Wenn die Alarmglocke schellt,
ein- zweimal, öffnen sich
die beiden Hallentüren,
ganz langsam, quietschend,
und blaue Gestalten, murmelnd,
mit zusammengekniffenen Mündern,
hängenden Schultern sind zu sehen.

Mit der Schwärze im Gesicht
gleichen sie sich auf den ersten Blick,
ich erkenne ihn, soll ich winken,
nochmal die Sirene, ein- zweimal,
ein Schiff im Nebel, will an Land,
dunkle Augen beugen sich zu mir,
ich liebe diesen seinen Metallölgeruch.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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